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Banken-Umzug: Finanzplatz Frankfurt als großer Brexit-Profiteur

Banken-Umzug: Finanzplatz Frankfurt als großer Brexit-Profiteur
Der Austritt Großbritanniens aus der EU macht den Finanzplatz London für viele Banken unattraktiv. Über 30 von ihnen wollen ihren Sitz nach Frankfurt am Main verlagern. Infolgedessen wird ein dreistelliger Milliardenbetrag aus London abfließen.

Der Austritt Großbritanniens aus der EU, der am 29. März 2019 rechtskräftig werden soll, wird dem Finanzplatz Frankfurt am Main einen reichen Geldsegen bescheren. Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance (FMF) begrüßte dementsprechend am Donnerstag in einer Stellungnahme die am vergangenen Wochenende getroffene Vereinbarung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich.

Sie gab zudem bekannt, dass über 30 Banken und Finanzinstitute infolge des Brexit ihren Sitz von London in die Mainmetropole verlegen werden. Die Initiative bezieht sich dabei auf Aussagen von Danièle Nouy, Vorsitzende des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus der Europäischen Zentralbank (EZB).

"In Gänze rechnen wir daher mit einer Verlagerung von 750–800 Milliarden Euro Bilanzvolumen von London nach Frankfurt, der Großteil davon dürfte im ersten Quartal 2019 verlagert werden", so FFM-Geschäftsführer Hubertus Väth. Dabei werde es aber nicht bleiben:

Angesichts der aktuellen Situation stehen die Banken vor der Wahl, nun entweder nur das Nötigste zu verlagern oder sich auf die Verlagerung des gesamten Geschäftes vorzubereiten. Solange noch Unsicherheit besteht, dürften die meisten Institute die Minimallösung präferieren. In jedem Fall ist klar: Danach wird es erhebliche Zweitrundeneffekte geben.

Die Finanzplatzinitiative rechnet mit 10.000 neuen Arbeitsplätzen, die in Frankfurt entstehen. Als wichtiges Signal an die Finanzwelt wertet sie den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Lockerung des Kündigungsschutzes für Risikoträger mit hohen Einkommen. "Hier hat die Politik versprochen und geliefert. Das wird international sehr genau beobachtet, weil es zeigt, dass der Finanzplatz unterstützt wird", so Väth.

Sorgen bereitet der FFM allerdings, dass das britische Parlament die mit der EU getroffene Vereinbarung möglicherweise nicht ratifizieren wird. Die Folge wäre ein sogenannter "harter Brexit". "Der Brexit kommt, die extreme Variante eines Austritts ohne Austrittsabkommen kann aufgrund der unsicheren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament weiterhin nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sie etwas unwahrscheinlicher geworden ist", führt Väth aus, laut dem dennoch "der Pfad für die Finanzinstitute abgesteckt" sei.

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