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Weitere Attacke auf Konkurrenz: Amazon eröffnet Mini-Filiale in Berlin

Weitere Attacke auf Konkurrenz: Amazon eröffnet Mini-Filiale in Berlin
Ein Kundin verlässt den neuen Pop-up-Shop von Amazon in Berlins Haupteinkaufsstraße Kurfurstendamm. Das Weihnachtsgeschäft soll damit noch mehr angekurbelt werden.
In bester Lage am Kurfürstendamm in Berlin eröffnete der US-Online-Riese Amazon am Donnerstag einen Laden. Der ist diesmal nur vorübergehend und soll Lust auf Weihnachts-Shopping machen, bedeutet aber eine weitere Attacke auf den stationären Einzelhandel.

Man könnte sagen, der Online-Riese Amazon dringt immer mehr in die reale Welt ein. Der milliardenschwere Konzern aus Seattle, der sich in Deutschland bis jetzt nur auf den Internet-Handel konzentriert hatte, eröffnete am Donnerstag in Berlin seinen ersten sogenannten Pop-up-Store. Es ist ein kurzfristiges und provisorisches Einzelhandelsgeschäft und soll am 27. November wieder schließen, könnte aber der Vorbote einer zukünftigen Strategie sein. Immer wieder wird darüber spekuliert, dass Amazon auch in Deutschland in den stationären Einzelhandel einsteigt und wie bereits in den USA eigene Läden eröffnet. Deutschland-Chef Ralf Kleber sagte erst Ende Oktober: "Wir schließen das nicht aus, haben hierzu aber keine Ankündigungen gemacht."

Produkte anfassen und austesten – Lust am Shoppen wecken

Der nun eröffnete Laden am Kudamm 26a bietet auf zwei Etagen, zwischen glitzernder und funkelnder Weihnachtsdekoration, zahlreiche Produkte zum Anfassen und Austesten an. Unter dem Motto "HomeofChristmas" (zu Deutsch in etwa: "Hier ist Weihnachten zu Hause") soll bei den Kunden die Lust am Weihnachts-Shopping geweckt und zugleich eine passende Geschenkidee angeboten werden. So stehen in der Mini-Filiale unter anderem hochwertige Nespresso-Maschinen, Tablet-PCs, Haushaltsgeräte sowie Spielzeug parat.

Im Unterschied zu einem klassischen Einzelhandelsgeschäft gibt es in diesem Pop-up-Store von Amazon keine Kassen, und es kann nicht geshoppt werden. Genauer gesagt, nicht vor Ort. Wenn der Kunde an einem Artikel interessiert ist, scannt er einen am Artikel festgeklebten Code ein, gelangt dann mithilfe der Amazon-App zur Artikelbeschreibung und kann ihn dort online bestellen.

Seine Kunden lockt Amazon mit einem breiten Programm: Im Shop soll gebacken und gebastelt werden, es gibt Kaffee und Schmink-Tipps. Auch an die ganz Kleinen wurde gedacht: Für Kinder gibt es eine Disney-Ecke mit überproportional großen Zeichentrick-Figuren wie Olaf aus "Die Eiskönigin". Ein Weihnachtsmann schaut täglich ab 14 Uhr vorbei. 

Weltgrößte Onlinehändler breitet sich langsam auch in der realen Welt aus

Der bereits im Online-Handel vorhandene Amazon-Boom könnte sich damit künftig auch in die reale Welt verlagern. Den nächsten Wachstumsschub plant der Riese offenbar im stationären Handel. Einen Tag vor jenem in Berlin eröffnete der weltgrößte Onlinehändler in Madrid einen Pop-up-store, im September bereits in New York. In den USA betreibt Amazon schon eigene Lebensmittel- und Buchläden.

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Deutschland ist für den US-Konzern der zweitwichtigste Markt nach den USA. Im vergangenen Jahr setzte Amazon mit rund 16.000 Mitarbeitern hierzulande fast 17 Milliarden Dollar um. Das Unternehmen hat in Deutschland inzwischen zwölf Logistikzentren. Mitarbeiter in den Amazon-Lagern verdienen nach Angaben des Konzerns im Schnitt zwischen 10,52 und zwölf Euro die Stunde.

Die Gewerkschaft Verdi wirft dem Unternehmen vor, sich einem Tarifvertrag und einer Sozialpartnerschaft mit Gewerkschaften grundsätzlich zu verweigern. Die bei Verdi organisierten Beschäftigten forderten in der Vergangenheit eine tarifvertragliche Regelung ihrer Arbeitsbedingungen inklusive geregelter Wochenarbeitszeit oder Urlaubsvergabe. Verdi fordert vom Unternehmen, sein Personal nicht wie bisher als Logistikarbeiter, sondern als Handelsbeschäftigte zu bezahlen. 

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