Energiehunger: Russlands Export von Erdgas nach Europa könnte neue Rekorde brechen

Energiehunger: Russlands Export von Erdgas nach Europa könnte neue Rekorde brechen
Gazprom, Russlands größter Gasexporteur, hat seine Lieferungen nach Europa erneut gesteigert. Bis Juli 2018 lieferte das Unternehmen 5,8 Prozent mehr "blauen" Treibstoff gen Westen als im Vorjahr.

Die Gaslieferungen nach Deutschland stiegen um 12,3 Prozent. Österreich kaufte 48,3 Prozent mehr russisches Gas. Die Lieferungen in die Niederlande stiegen um 53,8 Prozent und nach Kroatien um 40,1 Prozent. Außerdem exportierte Gazprom in den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 mehr Gas nach Dänemark, Polen und Frankreich.

Die Führung Gazproms will die Gaslieferungen nach Europa auf 200 Milliarden Kubikmeter pro Jahr steigern. Im Jahr 2017 lieferte die Gazprom-Gruppe insgesamt 194,4 Milliarden Kubikmeter Gas in die europäischen Länder, einschließlich der Türkei. Auf die westeuropäischen Länder entfielen rund 81 Prozent der Exporte aus Russland, auf die mitteleuropäischen Staaten etwa 19 Prozent.

Laut Gazprom-Chef Alexei Miller ist ein neuer Rekord der Liefermenge denkbar. Hauptfaktoren für den Anstieg der europäischen Nachfrage seien eine Zunahme der Wirtschaftstätigkeit auf dem Kontinent und ein langfristiger Rückgang der europäischen Gasproduktion.

Der russische Anteil am europäischen Gasmarkt ist laut Gazprom im vergangenen Jahr auf 34 Prozent gestiegen. Europa deckte seinen Gasbedarf außerdem mit Importen aus Norwegen (24 Prozent) und Algerien (elf Prozent).

Die Aktivitäten von Gazprom auf dem europäischen Gasmarkt werden durch langfristige Verträge mit Ölpreisbindung und Take-or-Pay-Klauseln untermauert. Das Unternehmen verfügt über langfristige Verträge mit Laufzeiten von bis zu 25 Jahren, die in der Regel auf zwischenstaatlichen Vereinbarungen mit Ländern in Mittel- und Westeuropa beruhen.

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