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Mit BRICS gegen US-Handelskrieg: China investiert fast 15 Milliarden US-Dollar in Südafrika

Mit BRICS gegen US-Handelskrieg: China investiert fast 15 Milliarden US-Dollar in Südafrika
Chinas Präsident Xi Jinping spricht am 24. Juli 2018 mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa in Pretoria, Südafrika.
Peking will 14,7 Milliarden US-Dollar in Südafrika investieren. So sollen Energieversorgern und Logistikunternehmen wichtige Kredite zur Verfügung gestellt werden. Peking hofft auf diese Weise, negative Effekte des Handelskrieges mit den USA zu kompensieren.

Die Ankündigung erfolgte nach einem Treffen zwischen dem Präsidenten der beiden Länder, Südafrikas Cyril Ramaphosa und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, in Pretoria. Der Staatsbesuch von Xi fand im Vorfeld des zehnten BRICS-Gipfels vom 25. bis 27. Juli statt. Südafrikas größte Stadt Johannesburg empfängt die Staatsoberhäupter von Brasilien, Russland, Indien und China.

"China ist bereit, in Südafrika in den verschiedenen Sektoren zu investieren und zu arbeiten, wie zum Beispiel in Infrastrukturentwicklung, Meereswirtschaft, "grüne" Technologien, Wissenschaft und Technik, Landwirtschaft, Umwelt und Finanzen", verkündete Ramaphosa vor Journalisten nach dem Treffen.

Gute Infrastruktur fördert nicht nur das Image eines erfolgreichen Entwicklungslandes, sondern auch den Rauschgiftschmuggel (Bild: Brücke Maputo-Katembe)

"Wir haben auch erkannt, dass der bilaterale Handel, obwohl er in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat. Wir haben daher Möglichkeiten zur Steigerung des Handels, zur Suche nach Bereichen für künftige Investitionen und zur Förderung des Tourismus betrachtet."

Die Parteien haben Berichten zufolge drei wichtige Abkommen unterzeichnet, die darauf abzielen, den gegenseitigen Handel zu stärken und Sektoren für künftige Investitionen zu ermitteln. Die Präsidenten kündigten außerdem an, die Reisebeschränkungen und die Visabestimmungen zu lockern.

Der Energieversorger Eskom Holdings SOC Ltd., der unter finanziellen Engpässen leidet, sicherte sich bei der chinesischen Entwicklungsbank einen langfristigen Kreditrahmen in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Damit erhöhte das Unternehmen die Finanzierung auf fast zwei Drittel dessen, was für das operative Geschäft in diesem Jahr benötigt wird. Der Hafen- und Güterbahn-Betreiber Transnet SOC Ltd. vereinbarte mit der chinesischen Industriebank ein langfristiges Darlehen. Naspers Ltd., der Eigentümer von Afrikas größtem Pay-TV-Anbieter, unterzeichnete mit der Bank of China ein Abkommen zum Umgang mit unterschiedlichen Währungen.

"Die Beziehungen zwischen China und Südafrika befinden sich an einem neuen historischen Meilenstein", bemerkte Xi, der Südafrika bereits zweimal besucht hatte, gegenüber Reportern. "Präsident Ramaphosa und ich hatten eine sehr produktive Diskussion, in der wir über die weitere Entwicklung unserer strategischen Partnerschaft diskutierten. Wir müssen ein noch engeres Engagement auf hoher Ebene aufbauen." China wird einen Investitionsgipfel unterstützen, den Südafrika im Oktober veranstaltet, sagte er.

Die südafrikanische Währung Rand reagierte unmittelbar und legte um 1,04 Prozent auf 13,3200 pro US-Dollar zu. "Der Rand tendiert fester, weil es unser Präsident regnen lässt", kommentierte Wichard Cilliers, ein Finanzhändler bei Treasuryone in Pretoria, gegenüber Bloomberg. "Er hat sich gerade eine weitere große Investition gesichert, diesmal aus China. Das bedeutet neue FDI-Zuflüsse."

Xis Amtskollegen aus Russland, Brasilien und Indien sowie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan treffen zusammen, um einen zum Westen alternativen multilateralen Handel zu diskutieren. Afrikanische Staatsführer wie João Lourenço aus Angola und Edgar Lungu aus Sambia schließen sich dem BRICS-Treffen an.

"China ist der wichtigste Handelspartner in dieser Koalition und wird die negativen Auswirkungen eines stärkeren US-Protektionismus wahrscheinlich durch verstärkte inländische Impulse ausgleichen", sagte Madhur Jha, Leiterin für thematische Forschung bei der Standard Chartered Bank, gegenüber dem Finanznachrichten-Portal Bloomberg. Die BRICS-Staaten würden bei diesem Treffen "ihre eigene nationale Agenda bekräftigen und sich zu mehr Handel und Investitionen zwischen diesen Ländern verpflichten", kommentierte sie weiter.

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