Moskau verlängert Embargo für Waren aus EU, USA und Verbündeten bis 2020

Moskau verlängert Embargo für Waren aus EU, USA und Verbündeten bis 2020
Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz zur Verlängerung des Embargos gegen Länder, die Sanktionen gegen Russland verhängt haben, unterzeichnet. Die Beschränkungen der Lebensmittelimporte gelten bis Ende des kommenden Jahres.

Russland verlängert die Importverbote für Lebensmittel aus Ländern, die Sanktionen gegen Russland eingeführt haben, bis Ende 2019. Das entsprechende Dekret unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstag. Es tritt am 12. Juli in Kraft.

Moskau führte das Embargo im August 2014 als Reaktion auf antirussische Sanktionen ein. Es betrifft die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Norwegen, nachdem sie Russland der Annexion der Krim und der Unterstützung von Rebellen in der Ostukraine beschuldigt hatten.

Moskau besteht darauf, dass es nicht in den ukrainischen Konflikt verwickelt sei und dass das Krim-Referendum eine überwältigende Unterstützung für die Wiedervereinigung mit Russland gezeigt habe.

Am 5. Juli hatte die EU entschieden, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis Ende Januar 2019 zu verlängern.

Auftrieb für russische Produktion

Das Verbot umfasst wie zuvor Fleischprodukte, Fisch, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse sowie Milchprodukte und kann auf Wein, Tabak und Medikamente erweitert werden.

Das Lebensmittelembargo hat der russischen Landwirtschaft Auftrieb gegeben. Seit der Einführung der westlichen Sanktionen im Jahr 2014 ist Russland der größte Getreideexporteur der Welt und erlebte die beste Ernte seit vierzig Jahren. 

Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses der russischen Staatsduma, Wladimir Kaschin, sagte:

Diese Maßnahmen geben uns das Recht, unseren Markt vor dem Zustrom von Dumpingprodukten zu schützen. Sie schützen auch die Interessen unserer einheimischen Produzenten.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen