US-Handelskrieg mit China: Silicon Valley könnte zum nächsten Schlachtfeld werden

US-Handelskrieg mit China: Silicon Valley könnte zum nächsten Schlachtfeld werden
Intel-Hauptsitz, Silicon Valley, Kalifornien (Symbolbild)
Der Bereich der Hightech-Start-ups könnte von Präsident Trumps Handelskrieg mit China betroffen sein. Chinesisch unterstützte Investitionen fließen in sensible Sektoren des Silicon Valley, in denen die Besten der US-Technologiebranche angesiedelt sind.

Mehr als 20 Venture-Capital-Firmen im Silicon Valley haben enge Beziehungen zu einer von der chinesischen Regierung finanzierten oder sich in staatlichem Besitz befindenden [Instanz]", berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Danhua Capital, das von der staatlichen Zhongguancun Development Group finanziert wird, habe in einige der "sensibelsten Technologiebereiche" investiert, darunter Datenmanagement und Sicherheit.

Bisher habe es Washington versäumt, sich auf die chinesischen Investitionen in US-amerikanische Technologieunternehmen zu konzentrieren, doch das werde sich wahrscheinlich ändern, wenn der US-Kongress Gesetze durchsetzt, die es der Regierung erlauben würden, ausländische Investitionen zu blockieren, schreibt die Asia Times.

Am Donnerstag schien Trump die anfänglichen Drohungen, die chinesische Beteiligung einzuschränken, zurückzuhalten, bestätigte jedoch, dass die Geschäfte und die Finanzierung stark unter die Lupe genommen würden, wenn sie in den Bereich der nationalen Sicherheit oder sensible Sektoren vordringen würden.

Geistige Eigentumsrechte und Hightech-Industrien sind im Handelsstreit zwischen den USA und China, der sich bereits auf die gesamte Weltwirtschaft ausgeweitet hat, zu einem wichtigen Streitpunkt geworden.

"Die grundlegende Realität ist, dass Gespräche billig sind", sagte Peter Navarro, der Handelsberater des Weißen Hauses, in einer Telefonkonferenz mit Vertretern der Medien und fügte hinzu, dass China "die starke Entschlossenheit von US-Präsident Trump unterschätzt haben könnte".

Wenn sie dachten, sie könnten uns mit einigen zusätzlichen Produkten billig kaufen, und wir ihnen dafür erlauben würden, weiterhin unser geistiges Eigentum und unsere Kronjuwelen [der Technologie] zu stehlen, war das eine Fehlkalkulation", unterstrich er.

Trotz drei Gesprächsrunden und Pendeldiplomatie zwischen Washington und Peking ist es beiden Seiten nicht gelungen, ihre Differenzen zu lösen, da die Spannungen zunehmen.

US-Finanzminister Steven Mnuchin leitete Anfang des Monats eine US-Delegation in China und legte eine Liste von Forderungen vor, um gegen Vorwürfe des Diebstahls geistigen Eigentums und andere wichtige politische Maßnahmen vorzugehen, die Washington für ungerecht hält.

Zieht die Samthandschuhe im Handelsstreit mit den USA aus: der chinesische Präsident Xi Jinping.

Die Chinesen haben gesagt: 'Wir wollen die Einzelheiten sehen.' Wir haben ihnen alle Einzelheiten in Bezug auf Handelsfragen mitgeteilt. Sie können also nicht sagen, dass sie nicht wissen, worum wir bitten",

sagte der US-Botschafter in China Terry Branstad Anfang dieser Woche auf einer Konferenz in Tokio.

Wir sind immer noch sehr weit voneinander entfernt. Es gibt viele Bereiche, in denen China versprochen hat, etwas zu unternehmen, aber nichts [getan] hat. Wir wollen einen Zeitplan sehen. Wir wollen, dass diese Dinge lieber früher als später passieren", fügte er hinzu. "Wir möchten, dass China genauso offen ist wie die Vereinigten Staaten."

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