Fallender Ölpreis: Russland und Saudi-Arabiens kündigen mögliche Fördermengenerhöhung an

Fallender Ölpreis: Russland und Saudi-Arabiens kündigen mögliche Fördermengenerhöhung an
Die Rohölpreise fielen am Montag, nachdem es Anzeichen dafür gegeben hatte, dass Russland und Saudi-Arabien die Ölförderung, die im Rahmen eines Abkommens zwischen der OPEC und den Verbündeten im Januar letzten Jahres gestoppt wurde,wieder aufnehmen könnten..

Die Brent Futures gaben um fast zwei Prozent nach und verzeichneten seit Freitag noch stärkere Rückgänge. Sie wurden ab 09:34 Uhr (MEZ) bei 75,39 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Die Rohöl-Futures von US West Texas Intermediate (WTI) lagen bei 66,74 US-Dollar pro Barrel, was einem Rückgang von 1,7 Prozent entspricht.

"Die Rohölpreise brachen ein ... nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass Saudi-Arabien und Russland vereinbart hatten, die Rohölproduktion in der zweiten Jahreshälfte zu erhöhen, um die Verluste an anderer Stelle im Rahmen der Produktionskürzungsvereinbarung auszugleichen", erklärte die ANZ Bank.

Der saudische Energieminister Khalid Al-Falih sagte am Freitag voraus, dass die OPEC und Russland "in naher Zukunft" mehr Öl an die Weltmärkte liefern könnten, um den Zusammenbruch der venezolanischen Produktion und die Auswirkungen der US-Sanktionen auf den Iran auszugleichen.

"Vor zwei Jahren stellten wir die Lieferungen ein. Ich denke, in naher Zukunft wird sich die Zeit ergeben, die Versorgung freizugeben", sagte Al-Falih. "Es ist wahrscheinlich, dass es in der zweiten Hälfte dieses Jahres passieren wird. Wir hatten intensive Gespräche [mit dem russischen Energieminister Alexander Novak], und ich denke, dass wir uns darauf eingestellt haben", fügte er hinzu.

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Der Minister erklärte: "Ob es nun eine Million Barrel oder mehr oder weniger sind, wir denken, wir müssen bis Juni warten, bevor wir diese Ankündigung machen."

Die OPEC-Ölproduzenten und Russland werden sich am 22. Juni in Wien treffen, um über die Lockerung der Angebotsbeschränkungen zu diskutieren, die dazu beigetragen haben, die Ölpreise auf 80 Dollar pro Barrel zu erhöhen.

Beide Seiten begannen im vergangenen Jahr, die Lieferungen zurückzuhalten, um den Markt zu straffen und die Preise zu stützen, die 2016 auf ihren niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt, auf weniger als 30 Dollar pro Barrel, fielen.

"Das Tempo des jüngsten Anstiegs der Ölpreise hat unter Investoren eine Debatte darüber ausgelöst, ob dies Abwärtsrisiken für das globale Wachstum mit sich bringt", schrieb Chetan Ahya, Chefökonom bei Morgan Stanley, in einer Mitteilung von Reuters.

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