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Neuer Schauplatz im Handelskrieg: Huawei und ZTE in den USA unter Druck

Neuer Schauplatz im Handelskrieg: Huawei und ZTE in den USA unter Druck
Inmitten der schwierigen Verhandlungen über Strafzölle zwischen den USA und China droht weiteres Ungemach. US-Behörden schränken den Handel mit Schlüsseltechnologien und den Verkauf chinesischer Smartphones zunehmend ein. Chinas Spielraum ist begrenzt.

Zuerst traf es ZTE. US-amerikanische Behörden stellten im April den Handel mit dem chinesischen Smartphonehersteller für sieben Jahre unter Strafe. Als Grund für das Verbot gaben die USA sanktionswidrige Lieferungen an den Iran an. Insgesamt kaufte ZTE 53 Prozent seiner Chips im Wert von 3,1 Milliarden Dollar von US-amerikanischen Zulieferern. Die Smartphone-Sparte von ZTE steht nun vor dem Ruin.

Chinas ist noch stark von US-amerikanischer Technologie abhängig

Jetzt ist auch Huawei ins Visier der US-Wirtschaftsbehörden geraten, einer der größten Hersteller von Kommunikationsgeräten. Angeblicher Grund seien auch hier sanktionswidrige Lieferungen an den Iran.

Huawei hat die Anschuldigungen zurückgewiesen:

Huawei erfüllt alle geltenden Gesetze und Vorschriften der Länder, in denen das Unternehmen tätig ist, einschließlich der geltenden Gesetze und Vorschriften der Vereinten Nationen, der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union über Exportkontrollen und -sanktionen.

Ein Verbot würde den Hersteller hart treffen, da auch Huawei ca. 65 Prozent seiner Komponenten aus den USA bezieht.

Xi Jinping und Donald Trump vor einem Handschlag in Peking, China, 9. November 2017.

Pentagon untersagt Verkauf

Das Pentagon hat unterdessen weltweit allen militärischen Einrichtungen und Stützpunkten den Kauf und die Verwendung von Produkten der beiden Hersteller unter Hinweis auf Sicherheitsrisiken untersagt. Sprecher David Eastburn erklärte das Verbot als Reaktion auf das "inakzeptable Risiko für das Personal und die Mission der Behörde".

Schon im Februar 2018 sagten Direktoren verschiedener Sicherheitsbehörden, darunter der CIA, der NSA und des FBI, vor dem US-Senat aus, dass Huawei-Produkte ein potenzielles Sicherheitsrisiko für die Nutzer darstellen.

Der Elektronikhändler Best Buy gab bereits im März bekannt, keine Smartphones von Huawei mehr vertreiben zu wollen.

Angst vor Chinas Plänen

Die US-amerikanischen Aktionen werden auch als Versuch einer Antwort auf die zunehmende Dominanz chinesischer Produkte auf dem Weltmarkt verstanden. Washingtons Ziel ist die Reduzierung des hohen Handelsbilanzdefizits von aktuell 375 Milliarden US-Dollar. Ob die Abschottung im Handymarkt eine dauerhafte Wirkung erzielt, ist ungewiss. Gegenwärtig sind chinesische Firmen nicht in der Lage, entsprechende Komponenten herzustellen, um die Wirkungen des Handelsverbot zu neutralisieren.

Chinas ambitionierte Wirtschaftsstrategie "Made in China 2025" soll nun genau diese Abhängigkeit von US-amerikanischer Technologie reduzieren und China zum Marktführer in Künstlicher Intelligenz, Elektroantrieben, IT und Erneuerbarer Energie machen. Bis diese Ziele erreicht sind, stehen jedoch harte Zeiten an.

Peking sieht das Handelsverbot als zweischneidiges Schwert:

Das Vorgehen der USA richtet sich offenbar gegen China, aber letztendlich sind es die USA selbst, die nicht nur Zehntausende von Arbeitsplätzen verlieren, sondern auch Hunderttausende von US-Unternehmen betroffen sehen werden", so Gao Feng, Sprecher des chinesischen Handelsministeriums.

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