Umfrage: Über die Hälfte aller Millionäre glaubt an ein über 100-jähriges Leben

Umfrage: Über die Hälfte aller Millionäre glaubt an ein über 100-jähriges Leben
Während die durchschnittliche Lebenserwartung in China, den USA und dem größten Teil Osteuropas bei Ende 70 liegt, sind die Reichen auf der Welt optimistisch, dass sie ein Jahrhundert lang leben werden.

Laut einer Umfrage des Finanzinstituts UBS Wealth Management führen 91 Prozent der 5.000 befragten Anleger "finanzielle Veränderungen aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung" durch. Jeder der Befragten verfügt über mindestens eine Million US-Dollar an investierbaren Vermögenswerten. Für diese Anleger sind Aktien aus dem Gesundheitswesen die bevorzugte Anlageform.

Beachtlich ist die Annahme, dass rund 53 Prozent der Reichen der Welt davon überzeugt sind, dass sie mit 100 Jahren noch am Leben sein werden.

"Die Idee, ein Jahrhundert zu leben, war einst auf Science Fiction beschränkt", so der UBS-Bericht mit dem Titel The Century Club. "Aber nicht mehr. Für die Reichen der Welt ist ein 100-jähriges Leben kein Ergebnis, das sie für eine bloße Möglichkeit halten. Es ist eine, die sie erwarten."

Die Aussichten der vermögenden Privatpersonen variierten je nachdem, woher sie kamen. In Deutschland, das als eine der weltweit besten Gesundheitsfürsorgeeinrichtungen gilt, gaben 76 Prozent der Befragten an, Hundertjährige zu werden.

In den asiatischen Ländern glaubt etwa die Hälfte, dass sie dieses Alter erreichen werden. Nur 30 Prozent waren so zuversichtlich in den USA.

Statistiken der US-Sozialversicherungsanstalt zeigten, dass 1930 die durchschnittliche Lebenserwartung für US-amerikanische Männer nur 58 Jahre betrug. Fünfzig Jahre zuvor konnten sie mit einem Alter von etwa 35 Jahren rechnen.

Während die Millionäre von ihrer Langlebigkeit überzeugt sind, befürchten mehr als 70 Prozent, dass sich ihre Gesundheit in den nächsten zehn Jahren verschlechtern wird. Die Kosten im Gesundheitswesen standen ganz oben auf der Liste der Sorgen, 52 Prozent der Investoren waren über steigende Gesundheitsausgaben besorgt.

Die Reichen sind mehr als bereit, Geld für eine extra Langlebigkeit zu opfern. Neun von zehn Reichen waren sich einig, dass "Gesundheit wichtiger ist als Reichtum".

Auf die Frage von UBS, wie viel von ihrem Vermögen die Millionäre bereit wären, "um zehn Jahre mehr gesundes Leben zu garantieren", antworteten diejenigen mit einem Nettowert von ein bis zwei Millionen US-Dollar, dass sie ein Drittel ihres Vermögens aufgeben würden. Investoren mit mehr als 50 Millionen US-Dollar waren bereit, sich für ein weiteres Jahrzehnt von fast der Hälfte ihres Vermögens zu trennen.

Insgesamt waren 77 Prozent der Befragten der Meinung, dass es gut für die Gesundheit ist, so lange wie möglich zu arbeiten. Besonders stark war die Stimmung in Asien und der Schweiz, weit weniger in den USA und Großbritannien.