Hannover-Messe 2018: Moskauer Unternehmen stellen ihre Entwicklungen unter gemeinsamem Siegel vor

Hannover-Messe 2018: Moskauer Unternehmen stellen ihre Entwicklungen unter gemeinsamem Siegel vor
Hannover-Messe 2018: Unternehmen aus Moskau erfolgreich vertreten
Die Messe wurde von der Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto eröffnet. Die Spitzenpolitiker haben vor allem über die Förderung des Unternehmertums gesprochen. Frau Bundeskanzlerin hat die Grundsatzeinigung auf das Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko als "eine wirklich gute Nachricht" gewürdigt.

Peña Nieto äußerte, er sei zuversichtlich, dass das Abkommen trotz "protektionistischer Töne von US-Präsident Donald Trump" beiderseitig vorteilhaft sein wird.

Moskau hat seine Messe-Präsenz zum ersten Mal erweitert: Außer dem Stand der Regierung Moskaus wurden Stände der russischen Produzenten auf den Leitmessen unter dem gemeinsamen Siegel "Made in Moscow" vorgestellt. Die Messestände wurden mit Unterstützung des Departements für Wissenschaft, Industriepolitik und Unternehmertum der Stadt Moskau präsentiert.

Heutzutage ist Moskau Exporteur Nr. 1 unter den russischen Regionen. In der russischen Hauptstadt sind über 4.700 Exportunternehmen angemeldet, die ihre Produkte in 189 Länder der Welt liefern. Der Anteil Moskaus am Gesamtexport der Russischen Föderation beträgt 42 Prozent, im Bereich der Exporte von Nicht-Rohstoffen und nichtenergetischen Gütern 19 Prozent. Zu den im Ausland besonders gefragten Erzeugnissen der Moskauer Produzenten gehören mechanische Ausrüstungen, Computer, Kommunikationsmittel, Automobiltechnik, optische Geräte und Medizintechnik.

Für eine erfolgreiche Einführung der Produkte der Moskauer Produzenten auf internationale und regionale russische Märkte wurde das Moskauer Exportzentrum (MEZ) gegründet. Die neue Förderinstitution hilft den Moskauer Produzenten, neue Märkte zu erschließen und Geschäfte auf elektronischen Handelsplattformen zu platzieren. MEZ erlaubt es auch, finanzielle Unterstützung von der Regierung Moskaus zu bekommen, Produkte auf den größten internationalen Messen zu präsentieren und über die wichtigsten Trends im Außenhandel informiert zu werden.

Auf dem Stand der Moskauer Regierung wurden das Investitionsportal der Hauptstadt und der Katalog der Exportprodukte vorgestellt. Ausführlich erörtert wurden auch die Möglichkeiten der Sonderwirtschaftszone "Technopolis Moskwa" und die Fördermaßnahmen für potentielle Teilnehmer beziehungsweise neue Investoren. Außerdem wurden Erfolgsgeschichten und Geschäftserfahrungen der ausländischen Unternehmen in Moskau vorgestellt, die die Vorteile der Geschäftsmöglichkeiten in der russischen Hauptstadt bereits erlebt haben.

Die stellvertretende Leiterin des Departements für Wissenschaft, Industriepolitik und Unternehmertum der Stadt Moskau Kristina Woloknizkaja hat betont, dass es die vorrangige Aufgabe der Regierung Moskaus ist, Investitionsprojekte heranzuziehen, um neue Arbeitsplätze zu lokalisieren und zu schaffen. "Investoren stellen immer nur zwei Fragen: "Was kostet das und wie effizient ist das?" Dazu haben wir eine spezielle interaktive Karte entwickelt, die es erlaubt, zum Beispiel freie Grundstücke und Plattformen in Gründerparks zu finden." In Moskau gibt es heutzutage 33 Gründerparks, dazu ist eine erweiterte Navigation erforderlich, die über die Einzelheiten wie die Ausmaße eines Gebäudes, seine Zweckbestimmung und sogar die Kalkulation seiner ökonomischen Effizienz informiert: Was kostet ein solches Projekt in Deutschland inklusive zusätzlicher Investitionen und der technischen Umrüstung, erklärte Kristina Woloknizkaja.

Unter dem Siegel "Made in Moscow" wurden Unternehmen vereinigt, die zu den Themenbereichen IT-Lösungen, integrierte Industrieautomation und Energiewirtschaft gehören. Die Unternehmen wurden den entsprechenden Themenbereichen der Messe zugeordnet: Digital Factory, Industrial Supply, Energy sowie Integrated Automation, und haben über 60 Lösungen präsentiert, die mit vergleichbaren Produkten auf dem internationalen Markt erfolgreich konkurrieren können.

Der stellvertretende Leiter des Departements für Wissenschaft, Industriepolitik und Unternehmertum der Stadt Moskau Emil Petrosjan hat einen einheitlichen Katalog des Moskauer Exportzentrums präsentiert, in dem heutzutage 475 Unternehmen und über 3.000 Produkte vertreten sind. Ende des Jahres soll die Zahl der Moskauer Produzenten ums Zweifache steigen. "Die Waren sind zwölf Kategorien zugeordnet. Wählt man ein bestimmtes Unternehmen, dann sieht man seine Beschreibung, Produkte, die es herstellt, und sogar seine Wettbewerbsvorteile. Es ist auch wichtig, dass wir dieselben Codes verwenden wie unsere europäischen Kollegen. Um eine Ware zu finden, muss man also nur einen Code in die Suchmaschine des Katalogs eingeben", erklärte Emil Petrosjan.

Obwohl fast die Hälfte der Unternehmen zum ersten Mal auf einer Veranstaltung von solchem Niveau präsent war, wurde bereits am ersten Tag eine Reihe großer Abkommen vereinbart. Die Unternehmensgruppe Kosco hat zum Beispiel mit der Firma Maschinen Log Pro GmbH einen Vertrag über den Export von Maschinen geschlossen und das Unternehmen PROGRESS  IV Management GmbH hat die wissenschaftliche Kooperation gleich mit drei Moskauer Hochschulen verabredet.

Ein Vertreter von Kaspersky Lab erzählte, dass das Unternehmen sein eigenes Betriebssystem auf die Messe mitgebracht hat, das das Sicherheitsniveau der eingebetteten Lösungen erhöhen lässt. Die Zuverlässigkeit des Systems wurde anhand eines einfachen Modells einer Ampelanlage an der Kreuzung veranschaulicht, die das gleichzeitige Einschalten von zwei Grünlichtern ausschließt. Auch wenn das System auf manuelle Steuerung umgeschaltet wird und man versucht, ein Fehlkommando absichtlich einzugeben, widersetzt sich das System und leitet sofort die Wiederherstellung ein, wie es bei einem Programmfehler abläuft.

Das zweifellos positive Ergebnis der HANNOVER MESSE ist der Ausbau der internationalen Geschäftskontakte und die beiderseitig vorteilhafte Kooperation der exportorientierten Großunternehmen.

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