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Türkischer Präsident Erdogan: IWF-Darlehen sollten in Gold und nicht in US-Dollar bezahlt werden

Türkischer Präsident Erdogan: IWF-Darlehen sollten in Gold und nicht in US-Dollar bezahlt werden
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat vorgeschlagen, dass Darlehen des Internationalen Währungsfonds zukünftig in Gold statt im US-Dollar gezahlt werden sollten.

"Ich sage, dass diese Schulden in Gold sein sollten. Denn an diesem Punkt wirkt das Karat Gold anders als alles andere. Die Welt setzt uns ständig unter Währungsdruck mit dem US-Dollar", wurde der türkische Präsident in einer Rede in Istanbul am Montag von der Wirtschaftsnachrichtenseite patronlardünyasi zitiert. Der Präsident betonte:

Wir müssen Staaten und Nationen vor diesem Währungsdruck bewahren."

Die Türkei hat von 2006 bis 2017 über 180 Milliarden US-Dollar an internationalen Investitionen angezogen, lobte das Staatsoberhaupt.

"Dies trotz der globalen Finanzkrise 2008, der Ereignisse im Irak und in Syrien, der ununterbrochenen Angriffe, denen wir seit 2013 ausgesetzt sind, und des Putschversuchs vom 15. Juli", sagte Erdoğan und bezog sich auf den vereitelten Militärputsch 2016, hinter dem die Gülen-Bewegung vermutet wird.

Der Staatschef glaubt, dass Investitionen in einer stabileren Zeit verdoppelt oder sogar verdreifacht werden könnten. Die bisherigen Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds haben die Türkei jedoch, wie der Präsident es nannte, unter eine politische Vormundschaft gezwungen.

Erdoğan sagte, die Türkei habe 23,5 Milliarden US-Dollar Schulden an den IWF gezahlt.

Wisst ihr, was danach passiert ist? Sie baten uns um einen Kredit von 5 Milliarden Euro."

"Wer hat den IWF gegründet?" fragte Erdoğan. "Die westlichen Staaten. Ich machte einen Vorschlag bei einem G20-Treffen. Ich sagte, warum nicht Geld in Form von Gold annehmen? Verwenden wir eine andere Währung."

Die Türkische Lira fiel in diesem Monat auf ein neues Tief gegenüber dem US-Dollar, da die Regierung dem Wirtschaftswachstum Vorrang vor der Inflationsbekämpfung einräumt, was zu einer Überhitzung der Wirtschaft führen könnte, kritisieren Gegner der Erdogan-Regierung. Befürworter allerdings argumentieren, dass die Türkei für ihre kritische Haltung zum Westen in politischen Fragen wirtschaftlich unter Druck gesetzt wird.

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