Nach Trumps Drohung an Russland: Aktien stürzen ab, Öl- und Goldpreis schießen in die Höhe

Nach Trumps Drohung an Russland: Aktien stürzen ab, Öl- und Goldpreis schießen in die Höhe
Nach dem Erreichen einer neuen Stufe von Spannungen im Nahen Osten zwischen den nuklearen Supermächten Russland und USA stürzten am Mittwoch die globalen Aktienmärkte ab, während der Öl- und der Goldpreis anstiegen.

Der S&P 500, der Dow Jones und der Nasdaq Composite verloren jeweils fast ein Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump am Mittwoch eine Warnung an Russland gerichtet hatte, dieses möge sich auf Raketenangriffe gegen Syrien "vorbereiten".

Russland schwört, alle auf Syrien abgefeuerten Raketen abzuschießen. Mach Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen, schön und neu und smart! Du solltest kein Partner einer mit Gas mordenden Bestie sein, die ihre Leute tötet und es genießt", schrieb Trump auf Twitter.

Frühe Gewinne wieder abgegeben

Die Drohung des US-Präsidenten erfolgte, nachdem Russlands Botschafter im Libanon am Dienstag erklärt hatte, dass Russland US-amerikanische Raketen abschießen würde, die in Richtung Syrien fliegen würden.

Die Botschaft des US-Präsidenten machte auch die frühen Kursgewinne auf den europäischen Märkten zunichte, wobei die großen Börsen in London, Paris und Frankfurt im Anschluss an diese Nachrichten um ein halbes bis ein Prozent nachgaben.

Volksrepublik China als Hoffnung für Bullen

Die Märkte sind derzeit zweigeteilt - ein möglicher US-Militärschlag in Syrien bringt Unsicherheit, aber die Lockerung der Handelsspannungen zwischen den USA und China können als Zeichen für eine Hausse angesehen werden. Der Chef der People's Bank of China, Yi Gang, kündigte jüngst an, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt gegenüber dem Ausland zu öffnen, was auf den Märkten vielfach als Signal der Annäherung im Handelskrieg mit dem Weißen Haus angesehen wird.

Der Goldpreis stieg nach den beschriebenen Ereignissen auf sein Tageshoch von 1.359 US-Dollar pro Feinunze, da die Anleger sich dem Edelmetall zuwandten, das in Zeiten der Unsicherheit als sichere Anlage gilt.

Auch die Ölpreise stiegen aufgrund der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten auf ein Dreijahreshoch. Das Rohöl der Sorte Brent stieg um 1,5 Prozent auf 72 US-Dollar pro Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit Dezember 2014. Die US-Benchmark West Texas Intermediate legte um zwei Prozent zu und wurde bei über 66 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

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