Energieagentur IEA: USA werden in den kommenden Jahren den globalen Ölmarkt dominieren

Energieagentur IEA: USA werden in den kommenden Jahren den globalen Ölmarkt dominieren
CC BY 2.0/Ken Hodge/LNG Tanker Energy Progress, Wickham Point, März 2016
Der Schiefergas-Boom und die Erleichterung des Zugangs zu natürlichen Ressourcen haben die USA zur führenden Exportnation von Öl und Flüssig-Erdgas gemacht. Die US-Regierung sieht sich auf diese Weise in ihrer Politik der "Energiedominanz" bestätigt.

Ein Jahr, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Politik der "amerikanischen Energiedominanz" verkündet hatte, hat die Internationale Energieagentur (IEA) am Montag erklärt, dass die USA in den kommenden Jahren dank des Schieferöl-Booms tatsächlich eine bedeutende Rolle auf den globalen Ölmärkten einnehmen werden. 

Gegenüber dem Nachrichtenportal Bloomberg äußerte der Vorstandsdirektor der IEA, Fatih Birol, am Montag:

Die USA sind bereit, den globalen Ölmärkten auch in den kommenden fünf Jahren ihren Stempel aufzudrücken.

Umweltverbände laufen gegen Explorationsflächen in Alaska Sturm

Ein Pipelinerohr wird für den baldigen Einsatz auf Hochglanz poliert.

Dies habe damit zu tun, dass die weiterhin steigende Nachfrage nach Öl der IEA zufolge "eine neue Wachstumswelle in der Produktion vonseiten der USA entfesselt" habe. In einem jüngst veröffentlichten Bericht der Organisation heißt es, dass die Vereinigten Staaten bis 2023 mehr als die Hälfte der weltweiten Ölnachfrage decken werden.

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US-Präsident Donald Trump hatte eine Politik der Energiedominanz der USA auf den Weltmärkten bereits im Wahlkampf angekündigt. Den Weg dazu sollten ein Abbau der bürokratischen Auflagen für den Energiesektor und eine Öffnung weiterer Flächen zur Ölexploration ebnen. Auch das Gesetz über Steuererleichterungen und Jobs, das im Dezember den Kongress passierte, begünstigt den Öl-Boom - ebenso wie die von Umweltverbänden heftig kritisierte Öffnung des Arktischen Nationalen Wildschutzgebiets (ANWR) in Alaska für die Öl- und Erdgaswirtschaft.  

"Wir exportieren nicht nur Erdgas, wir exportieren Freiheit"

Auch Energieminister Rick Perry zeigte sich in seiner Rede vor der Konferenz der konservativen Dachorganisation CPAC begeistert über die Entwicklung:

Amerika hat seine Unabhängigkeit in der Energiepolitik erreicht. Heute sind sie USA die Nummer eins unter den ölproduzierenden Ländern.

Dies habe nicht nur Auswirkungen auf die Versorgungslage, sondern auch auf die globale Politik:

Wir exportieren nicht nur Flüssigerdgas; wir exportieren Freiheit.

Innenminister Ryan Zinke kündigte ebenfalls im Rahmen der CPAC-Konferenz an, dass seine Behörde "gerade erst begonnen" habe, einen regulatorischen Rahmen zu schaffen, der den Zugang zu den noch nicht erschlossenen Energiequellen der USA erleichtern soll:

"Wir produzieren in diesem Land heute täglich etwa 10,3 Millionen Barrel, und erstmals in 60 Jahren sind wie Nettoexporteur von Flüssigerdgas. […] Donald Trump hat Energiedominanz versprochen, und das ist es, was wir Amerika und der Welt liefern."  

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