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In der Not... - Erster Tanker mit sanktioniertem russischem Gas kommt in Großbritannien an

In der Not... - Erster Tanker mit sanktioniertem russischem Gas kommt in Großbritannien an
Bildquelle: sovcomflot.ru
Der russische Tanker „Christophe de Margerie“ hat die erste Charge verflüssigten Erdgases (LNG) aus Yamal nach Großbritannien transportiert. London musste sich wegen Engpässen bei der Gasversorgung angesichts einer Kältewelle notgedrungen an Russland wenden.

Ein globales Positionsbestimmungssystem führte den russischen Tanker am Mittwoch nach Harwich. Ursprünglich sollte das Schiff am Regasifizierungsterminal in der Hafenstadt von Kent anlegen.

Novatek, einer der größten russischen Gasproduzenten, gab Anfang des Monats an, dass es eine Ladung von 170.000 Kubikmetern LNG an Petronas LNG UK Limited (PLUK), die britische Niederlassung der malaysischen Petronas, verkauft hat.

Das Yamal-Erdgasfeld in der russischen Arktis ist ein Gemeinschaftsprojekt von Novatek mit Frankreichs Total, der China National Petroleum Corporation und des Seidenstraßen-Fonds. Novatek ist mit 50,1 Prozent an dem Projekt als Mehrheitseigner beteiligt. Die Partner sind mit 20 Prozent, 20 Prozent und 9,9 Prozent beteiligt.

Das Vereinigte Königreich war gezwungen, sich an Russland zu wenden, weil die Gaslieferungen auf die Insel knapp wurden und sich in den letzten Wochen die Temperaturen in den Keller bewegten. Die Temperaturen in Mittelengland fielen beispielsweise auf minus 13 Grad Celsius, was fast 15 Grad kälter ist als das übliche durchschnittliche Dezember-Tief.

Außerdem kam es zu Ausfällen bei der wichtigsten britischen Treibstofftransport-Route in der Nordsee. Das private Unternehmen Ineos, das eine wichtige Raffinerie in der Nähe von Aberdeen besitzt, vermeldete, dass es einen Riss in ihrer 42 Jahre alten Öl- und Gaspipeline entdeckt hat. Deshalb musste die Energieversorgung eingestellt werden. Eigenen Angaben zufolge dauert es zwei Wochen, das Leck zu reparieren.

Das Yamal-Projekt wird nicht direkt von der EU sanktioniert, aber zur Unterstützung der US-Sanktionen haben Brüssel und London Russland verschiedene Restriktionen auferlegt. Russische Energieunternehmen werden beispielsweise finanziell und technologisch gezielt ausgrenzt. Die Maßnahmen wirken sich unweigerlich auf die Innovation, die Entwicklung neuer Felder und Versorgungsmechanismen aus, was letztendlich die Fähigkeit Russlands, Gas an das übrige Europa zu liefern, beeinträchtigen könnte.

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