Goldman Sachs: Gold-Investoren werden kein Geld für Bitcoins ausgeben

Goldman Sachs: Gold-Investoren werden kein Geld für Bitcoins ausgeben
Gold- und Bitcoineinkäufer sind unterschiedliche Personengruppen. Im Vergleich zum Gold ziehe der Bitcoint aufgrund seiner mangelnden Zahlungsfähigkeit eher Spekulanten an, so Jeffrey Currie, Leiter der Research-Abteilung für Rohstoffe bei Goldman Sachs.

Unserer Ansicht nach zieht Bitcoin im Vergleich zu Gold mehr spekulative Zuflüsse an",

sagte Currie in einem Interview mit der Financial Times.

Laut dem Analytiker befinden sich die Bestände der börsengehandelten Goldfonds auf dem höchsten Stand seit über vier Jahren, und es gibt "keine Anzeichen für einen Massenexodus von Gold".

Während Bitcoins Mangel an Liquidität und hoher Volatilität eine gute Investition für Tageshändler sei, ziehen die gleichen Eigenschaften jedoch keine langfristigen Investoren an, die lieber die Stabilität des Goldes genießen würden, unterstrich Currie.

Curries Kommentar folgte dem des Goldman-Chefs Lloyd Blankfein, der sagte, dass er eine Welt sehen könne, in der Bitcoins eine Form von Währung sind.

Ich habe eine Menge Geschichte gelesen, und ich weiß, dass eine Münze früher einmal fünf US-Dollar wert war, als sie Gold im Wert von fünf US-Dollar enthielt. Jetzt haben wir Papier, das durch Vertrauen gedeckt ist. […] Möglicherweise wird in der neuen Welt etwas durch Konsensus gedeckt", erklärte er Bloomberg.

Im Vergleich zum JPMorgan-Chef Jamie Dimon, der behauptete, dass er jeden Händler feuern würde, der Bitcoins verkauft, ist Blankfein weniger kritisch aufgestellt.

Ich habe dort nicht investiert, aber ich bin nicht bereit, [den Bitcoin] höhnisch abzutun, und deshalb sage ich, dass ich dafür offen bin", so der Goldman-Chef.

Eine andere Grossbank, die Credit Suisse, hat den Bitcoin als Spekulationsblase bezeichnet.

Der einzige Grund für den Kauf oder Verkauf von Bitcoin ist, Geld zu verdienen, was genau die Definition von Spekulation und die Definition einer Blase ist",

betonte Tidjane Thiam, Leiter der Credit Suisse, und fügte hinzu, dass solche Spekulationen im Laufe der Geschichte "selten zu einem Happy End geführt" hätten.