icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Nach Gas-Explosion in Österreich: Russische Experten sehen keine Alternative zu Nordstream 2

Nach Gas-Explosion in Österreich: Russische Experten sehen keine Alternative zu Nordstream 2
Der Gas-Hub im österreichischen Baumgarten kurz nach der Explosion am 12. Dezember 2017.
Ausnahmezustand in Italien, Unterbrechung der Gaslieferungen in andere Staaten: Die Gas-Explosion im österreichischen Baumgarten hat Europas Versorgung gefährdet. Russland sieht darin ein weiteres Argument, russisch-europäische Energieprojekte zu erweitern.

Die Havarie auf der Gasstation nahe dem niederösterreichischen Dorf Baumgarten an der March, die zu Unterbrechungen des Gas-Transits geführt und die italienische Regierung zur Verhängung von Maßnahmen des Ausnahmezustands veranlasst hat, hat einmal mehr gezeigt, wie aktuell derzeit die Frage der Zuverlässigkeit des Energieversorgungssystems in Europa insgesamt ist. Das erklärte am Mittwoch Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Auf die Frage eines Journalisten, ob der Unfall zum Anlass für eine Erweiterung der Pipeline-Projekte Nordstream und Turkish Stream werden kann, sagte Peskow, dass der Hub in Baumgarten durch ein sehr stark abgenutztes Gasröhrensystem über das Transitland Ukraine versorgt wird.

Mehr zum Thema -  Baugenehmigung für Nord Stream 2: Bis 2019 soll Ostseepipeline fertig sei

Und natürlich sind die internationalen Großprojekte, an denen bei Gazprom jetzt gearbeitet wird, in diesem Kontext dazu geeignet, einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Energiesicherheit Europas zu leisten", so Peskow. 

Pfusch am Bau als Ursache des Unglücks

Nach Angaben des russischen Wirtschaftsportals RBK hat durch die Explosion in Baumgarten der Druckminderer Schaden genommen. Dieser hilft, das Gas aus dem Gas-Speicher zu nehmen und in das Pipeline-System weiterzupumpen. Die Vorrichtung soll nun komplett ausgetauscht werden. Ursache der Exposion seien nicht ordnungsgemäß durchgeführte Bauarbeiten, so ein Sprecher Gazproms. Das Unternehmen habe mit der Explosionsursache nichts zu tun.  

Der Unfall sorgte am 12. Dezember für eine erhebliche Preissteigerung auf den Spotmärkten. Von 292 Euro pro Kubikmeter schnellte der Preis innerhalb weniger Stunden des Tages auf 400 Euro hoch, schreibt RBK. Langfristig gesehen liefere der Unfall zusätzliche Argumente für all diejenigen, die sich für eine Diversifizierung der Gaslieferungen nach Europa aussprechen.

Wäre das Projekt South Stream realisiert, hätte Italien keine Engpässe nach dem Unfall gehabt", sagte Alexandra Grigorjewa vom Institut für Probleme der natürlichen Monopolien.

LNG-Ausbau langfristig zu teuer

Eine ähnliche Ansicht vertrat auch Michail Krutichin von Rusenergy. Auch für Befürworter von Nordstream 2 sei der Unfall ein weiteres Argument. Es fänden sich in Europa jedoch auch Stimmen, die den Unfall bei Baumgarten zum Anlass nehmen, den Ausbau der LNG-Infrastruktur zu fordern, um Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern, merken russische Experte an. Langfristig sei dies aber zu hoher Preise und langer Lieferwege wegen keine Alternative, so Alexej Griwatch von der Stiftung für Nationale Energiesicherheit. 

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen