Nach Gasexplosion in Österreich: Gas-Transit der Ukraine nach Europa sinkt um ein Viertel

Nach Gasexplosion in Österreich: Gas-Transit der Ukraine nach Europa sinkt um ein Viertel
Die Ukraine leitet an diesem Mittwoch 23 Prozent weniger russisches Gas nach Europa weiter, nachdem am Dienstag in einer österreichischen Gasanlage eine Explosion stattgefunden hatte.

Trotz des heutigen Einbruchs im Transit verspricht Maksim Belyavsky, ein Sprecher des ukrainischen Energieministeriums, gegenüber RIA Novosti: "Die Ukraine wird rechtzeitig die Anforderungen der europäischen Importländer erfüllen und ist bereit, das Volumen der Gasförderung nach Europa nach Eingang der entsprechenden Anträge zu erhöhen."

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Weiter erklärte er, dass die Explosion keine Auswirkungen auf die ukrainischen Verbraucher hatte.

Es gibt keine Änderungen für die ukrainischen Verbraucher. Die Ukraine bezieht ihr Gas weiterhin aus drei Quellen: aus der nationalen Produktion (58,1 Millionen Kubikmeter pro Tag), aus Speicherreserven (48,1 Millionen Kubikmeter pro Tag) und aus Importen aus Europa", sagte Belyavsky.

Die Ukraine kauft russisches Gas nicht direkt von Gazprom, sondern importiert es aus EU-Ländern wie der Slowakei.

Am Dienstag kam es bei einer Gasstation des österreichischen Gasunternehmens OMV in Baumgarten zu einer Explosion. Eine Person wurde getötet, weitere 21 verletzt. Die Arbeit der Station wurde gestoppt und die Lieferungen nach Italien, Slowenien und Ungarn eingestellt. Der Transit wurde bis zum Abend vollständig wiederhergestellt.

Der Gashub in Baumgarten ist eine internationale Handelsplattform und gehört zu den drei größten Gasverteilzentren Europas. Etwa ein Drittel des russischen Gases, das nach Westeuropa geliefert wird, wird durch diese Station gepumpt.