Russlands Energieminister: Beziehungen zwischen Moskau und OPEC konstruktiv und vertrauensvoll

Russlands Energieminister: Beziehungen zwischen Moskau und OPEC konstruktiv und vertrauensvoll
Russlands Energieminister Aleksandr Nowak ist sich sicher: Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) sowie unabhängige Produzenten unter Führung Russlands haben sich richtig entschieden, als sie nun die Drosselung der Ölförderung bis Ende 2018 verlängerten.

Im Gespräch mit RT sagte der russische Energieminister, die Übereinkunft ölproduzierender Nation zur Drosselung der Förderquote eröffne eine Chance für eine längerfristige Verständigung bezüglich eines gemeinsamen Handelns auf dem Energiemarkt. Laut Aleksandr Nowak lasen sich die von den großen Ölproduzenten gesetzten Ziele mit der Maßnahme zweifellos umsetzen.

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Die Entscheidung sei ein "Ergebnis der jeweiligen gemeinsamen Aktionen zum Ausgleich des Marktes und zur Beseitigung des aufgelaufenen Ölüberschusses jener Jahre, in denen die Rohölpreise hoch gewesen sind".

Russland, so der Minister, unterstütze die Beschlüsse und habe eine sehr konstruktive Geschäftsbeziehung zur OPEC aufgebaut, die seinen Aussagen nach sogar auf Vertrauen beruhen würde. Weiter unterstrich Nowak, dass es während der zehn Monate des vorhergehenden Abkommens offensichtlich gewesen sei, dass alle Seiten ernsthaft ihr Ziel verfolgten.

OPEC hatte ihre Ziele zuvor regelmäßig nicht erreicht

Der Minister wies außerdem darauf hin, dass die Einhaltung der Zielvereinbarung bei 100 Prozent liege. Das sei nie in den Zeiten der Fall gewesen, als die OPEC unabhängig handelte und keine Länder außerhalb der Organisation in ihre Entscheidungen mit einbezog. 

Deshalb sehen wir heute, dass unsere [OPEC- und Nicht-OPEC]-Zusammenarbeit nicht nur dazu beiträgt, den Ölmarkt auszugleichen, sondern auch bilaterale Beziehungen zu entwickeln",

sagte Nowak und fügte hinzu, dass Moskau derzeit viele spannende Projekte mit OPEC-Ländern wie Saudi-Arabien und dem Irak unterhalte.

Die OPEC und Russland fördern zusammen über 40 Prozent des globalen Erdöls. Der Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Ölproduktion gemeinsam mit der OPEC herunter zu fahren, soll dazu beigetragen haben, die Ölschwemme seit Jahresbeginn zu halbieren. Es war die erste von Moskau und der OPEC gemeinsam getragene Produktionskürzung.

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