Ersehnte Rückkehr? - Lada kehrt mit neuen Modellen nach Kuba zurück

Ersehnte Rückkehr? - Lada kehrt mit neuen Modellen nach Kuba zurück
Nach einer zwölfjährigen Pause kehrt Russlands größter Autohersteller AwtoWAS mit seinen zwei jüngsten Lada-Modellen nach Kuba zurück. Das Land ist für das Unternehmen einer der wichtigsten Exportmärkte in Lateinamerika.

Mehr als dreihundert Pkws der Marken Lada Vesta und Lada Largus Cross will AwtoWAS nach Kuba liefern. Sie sollen im Januar 2018 auf der karibischen Insel eintreffen. Taxiunternehmen der Kommunalverwaltungen sowie Miet- und Reiseveranstalter sollen die Automobile künftig nutzen.

Der Lada Vesta ist ein Kleinwagen, den der russische Autobauer seit 2015 produziert. Der Lada Largus Cross ist das meistverkaufte Mehrzweckfahrzeug auf dem russischen Markt und wird in Versionen mit fünf und sieben Sitzen angeboten.

Die Russische Föderation will in der Exportwirtschaft weg vom bisherigen Schwerpunkt auf Rohstoffe. Das Wirtschaftsministerium will nun mit Kuba mehrere Großprojekte in Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder der Infrastruktur verwirklichen.

Kuba erinnert sich und respektiert die Marke Lada, man kann immer noch eine bedeutende Anzahl seiner klassischen Modelle, wie den Lada 4x4, auf den [kubanischen] Straßen sehen", sagte AwtoWAS-Präsident Nicolas Maure.

Lada neben traditionellen US-Modellen auf Kuba gefragt

Neben den klassischen US-amerikanischen Modellen gehörte der sowjetische Lada zu den beliebtesten Autos auf Kuba. Trotz des Zusammenbruchs der Sowjetunion, die Pkws zu subventionierten Preisen in das Land exportierte, haben die Fahrzeuge den Test der Zeit überstanden.

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Laut Maure sind die neuen Fahrzeuge perfekt an die örtlichen Gegebenheiten angepasst und entsprechen den weltweiten Qualitätsstandards. Das Unternehmen wird auch Ersatzteile liefern und kubanische Techniker im After-Sales-Service schulen.

Kuba ist einer der wichtigsten Exportmärkte für AwtoWAS, und wir gehen davon aus, dass wir die Lieferungen von Lada an das Land in den kommenden Jahren fortsetzen und das Volumen erhöhen werden", unterstrich Maure.

China-Geschäft erst am Anfang

Im Jahr 2016 exportierte das russische Unternehmen 20.000 Autos und beabsichtigt, diese Zahl deutlich zu erhöhen. Der Konzern hat einen stabilen Marktanteil in den GUS-Staaten und verkauft Autos auch in Deutschland, dem Iran, Syrien, Ägypten und Ungarn. Der russische Fahrzeughersteller plant zudem eine Expansion in die Tschechische Republik, die Mongolei und nach Südostasien.

Im Februar begann AwtoWAS auch mit dem Export von Fahrzeugen auf den weltgrößten Automarkt – China. Außerdem sind Automobile aus der Produktion des Konzerns mittlerweile auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erwerben, wo man den Markteintritt im Nahen Osten vollzog.