Freier Markt war gestern: USA führt Zölle in Höhe von fast 800 Prozent auf russischen Stahl ein

Freier Markt war gestern: USA führt Zölle in Höhe von fast 800 Prozent auf russischen Stahl ein
Das US-Handelsministerium kam zu dem Schluss, dass Walzdraht aus Kohlenstoff- und legiertem Stahl aus Russland, Weißrussland und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu unfairen Preisen auf dem US-Markt führe. Auf russischen Stahl wird der höchste Zollsatz in Höhe von 756,93 Prozent eingeführt.

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Die Vereinigten Staaten haben sich dem freien, fairen und gegenseitigen Handel mit diesen Ländern verschrieben; und dieser Fall wurde streng nach einer vollständigen und fairen Bewertung der Fakten entschieden. Das US-Handelsministerium hat es sich zum Ziel gesetzt, US-Unternehmen zu schützen, die durch ausländische Hersteller, die sich weigern, fair zu spielen, Schaden nehmen",

sagte US-Handelsminister Wilbur Ross und kommentierte die endgültigen Ergebnisse einer Antidumpinguntersuchung in diesem Jahr.

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Nach Angaben des Ministeriums haben exportierende Unternehmen aus Russland, Weißrussland und den VAE ihre Produktion mit Dumpingspannen von bis zu 756,93 Prozent verkauft.

Die Agentur wird den Zoll und Grenzschutz (CBP) der USA anweisen, Antidumpingzölle von bis zu 756,93 Prozent auf russische Einfuhren einzuführen. Bei Importeuren aus Weißrussland soll der Zoll 280,02 Prozent betragen. Für die Firmen aus den VAE wird der Zollsatz 84,10 Prozent betragen.

Nach Angaben der Handelsbehörde wurden die Einfuhren von Walzdraht aus Weißrussland, Russland und den VAE im Jahr 2016 auf 10,4 Millionen, 32,3 Millionen und sieben Millionen US-Dollar geschätzt.

Das Ministerium betonte, dass die Durchsetzung des Handelsgesetzes des Landes eine Schlüsselpriorität für die Trump-Administration sei. Bislang hat die Behörde im Jahr 2017 77 Ausgleichszolluntersuchungen eingeleitet, was einer Steigerung von 61 Prozent gegenüber den 48 Ermittlungen im Jahr 2016 entspricht.