Russlands Passagierflugzeuge für Nahost-Markt: Saudi-Arabien an russischen Ziviljets interessiert

Russlands Passagierflugzeuge für Nahost-Markt: Saudi-Arabien an russischen Ziviljets interessiert
Riad und Moskau diskutieren derzeit über einen möglichen Export von russischen Superjets des Typs Suchoi (SSJ-100) und Irkut MS-21 Passagierflugzeugen nach Saudi-Arabien. Das teilte ein Sprecher des russischen staatlichen Technologieunternehmens Rostec mit.

"Wir führen einen aktiven Dialog mit Saudi-Arabien in einer Reihe von Richtungen. Sie sind nicht nur an russischer Ausrüstung, sondern auch an Technologie interessiert. Wir diskutieren über Exporte der Passagierflugzeuge SSJ-100 und MS-21 in das Land", sagte der Sprecher des russischen Staatsunternehmens Rostec, Viktor Kladow, der Nachrichtenagentur TASS.

Laut Kladow besteht die MS-21 aus 100 Prozent russischer Technologie und hat gute Aussichten, erfolgreich den Eintritt auf die Märkte des Nahen Ostens zu bewerkstelligen. "Die Gespräche haben begonnen, Saudi-Arabien interessiert sich für unsere Flugzeuge", fügte er hinzu.

Bereits letzte Woche hatte Rostec-Geschäftsführer Sergej Tschemesow erklärt, dass Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die gemeinsame Entwicklung eines Zivilflugzeugs auf Basis des russischen Jetliners MS-21 planen.

Die MS-21 zeichnet sich durch einen niedrigeren Preis und eine höhere Reisegeschwindigkeit als ihre Konkurrenten Airbus A320neo oder Boeing 737 MAX aus. Die Maschine soll in Russland Flugzeuge aus der Sowjetzeit wie die Tu-134, Tu-154, Tu-204 oder die Yak-42 ersetzen.

Die SSJ-100 ist das erste moderne russische Zivilflugzeug seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Das Flugzeugprojekt startete 2003, der Jet nahm 2011 den kommerziellen Betrieb auf. Die Maschine wird von Aeroflot, Mexikos Interjet, der irischen CityJet und anderen Fluggesellschaften eingesetzt.