Medwedew: Westen nutzt Sanktionen als Instrument des unlauteren Wettbewerbs

Medwedew: Westen nutzt Sanktionen als Instrument des unlauteren Wettbewerbs
Russlands Premierminister Dmitri Medwedew während seiner Rede auf dem 31. ASEAN-Gipfeltreffen.
Russlands Premierminister Dmitri Medwedew hat die USA und ihre Verbündeten beschuldigt, Wirtschaftssanktionen als Waffe gegen Konkurrenten einzusetzen. Auch stünden internationale Handelsregularien nicht mehr im Einklang mit einer schnelllebigen Realität.

"Trotz der boomenden Entwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs und der digitalen Technologien bewegen sich die Regularien im Bereich des internationalen Handels immer noch in ihrem alten Rahmen, in einem 40 Jahre alten Paradigma, und die Rohstoffmärkte bleiben weiterhin instabil", sagte Medwedew während seines Auftritts auf dem ASEAN-2017-Gipfel.

Immer häufiger setzen Staaten Methoden des so genannten Protektionismus ein und Wirtschaftssanktionen werden zu einem reinen Wettbewerbsinstrument",

unterstrich der russische Premier.

Weiter betonte Medwedew, dass der Handelsumsatz zwischen Russland und den ASEAN-Staaten das Potenzial zu einer Vervielfachung habe. Er wies darauf hin, dass die Beteiligten nicht alle Möglichkeiten nutzten, um dies zu erreichen.

Im August dieses Jahres unterzeichnete US-Präsident Donald Trump einen Gesetzentwurf, der Russland, dem Iran und Nordkorea neue Sanktionen auferlegte. Dabei kritisierte er jedoch den US-Kongress dafür, dass dieser ihn zum Unterzeichnen dieses "ernsthaft fehlerhaften" Entwurfs drängte. Daraufhin bezeichnete Medwedew den Antrag als die Erklärung eines vollwertigen Wirtschaftskrieges und fügte hinzu, dass das Gesetz, wenn kein Wunder geschehe, über Jahrzehnte hinweg negative Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den USA und Russland haben werde.