Der Nahe Osten schaut nach Russland für gemeinsame Entwicklung eines neuen Passagierflugzeugs

Der Nahe Osten schaut nach Russland für gemeinsame Entwicklung eines neuen Passagierflugzeugs
Der Bau einer MS-21
Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) planen die gemeinsame Entwicklung eines Zivilflugzeugs auf der Basis des russischen MS-21-Jetliners. Dies teilte Rostec-Geschäftsführer Sergej Tschemesow während einer Flugschau im Emirat Dubai mit.

Sie [die VAE] wollen mit uns gemeinsam ein großes Transportflugzeug sowie einen Passagierjet auf Basis der MS-21 400 entwickeln. Sie haben mannigfaltige Wünsche an uns herangetragen",

sagte Tschemesow am Rande der Dubai Airshow 2017 vor Journalisten.

Laut dem Geschäftsführer werden die Länder bald eine Arbeitsgruppe für die Entwicklung des neuen Flugzeuges schaffen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind mehrere kleinere sowie zwei der weltgrößten Fluggesellschaften, Emirates und Etihad, beheimatet.

Russlands stellvertretender Ministerpräsident Dmitri Rogosin teilte außerdem mit, dass Russland eine spezielle Version der MS-21 für den Nahost-Markt entwickeln wird.

Die MS-21 zeichnet sich durch einen niedrigeren Preis und eine höhere Reisegeschwindigkeit aus als seine Konkurrenten-Modelle Airbus A320neo oder Boeing 737 MAX. In Russland erwarten Marktbeobachter, dass der Jet sowjetische Flugzeuge wie die Tu-134, Tu-154, Tu-204 und Yak-42 ablöst.

Breiter Rumpf, extra große Fenster

Der Flugzeugbauer verspricht zudem deutlich mehr Platz für die Passagiere, denn die MS-21 hat den breitesten Rumpf ihrer Klasse. Das Flugzeug weist auch extra große Fenster auf. Laut den Herstellerangaben liegen derzeit Aufträge über mehr als 175 MS-21-Jets vor, die größtenteils von Russlands größtem Flugunternehmen Aeroflot stammen.

Der Jungfernflug der MS-21 fand im Mai im russischen Irkutsk statt. Die Serienproduktion ist für 2019 geplant.

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Emirate künftig auch in Baikonur präsent?

Rogosin verkündete außerdem, dass die VAE auch an der Nutzung des Kosmodroms Baikonur interessiert seien. Entsprechende Verhandlungen fänden zurzeit zwischen Russland, Kasachstan und den Vereinigten Arabischen Emiraten statt.

Für uns sind die VAE sicherlich ein schwieriges Land, wir entwickeln Beziehungen zu ihnen und zu Saudi-Arabien. Bis jetzt gab es ein US-amerikanisches Monopol, aber wir beginnen, diese Situation zu ändern",

unterstrich der Vize-Premier.