China will Finanzdienstleistungsmarkt noch weiter für ausländische Unternehmen öffnen

China will Finanzdienstleistungsmarkt noch weiter für ausländische Unternehmen öffnen
Das Finanzministerium in Peking kündigte den Wegfall der Höchstgrenzen für ausländische Beteiligungen an Investmentfonds und Joint Ventures an.
Peking will ausländischen Unternehmen nun auch ermöglichen, eine Mehrheit der Anteile an chinesischen Banken zu besitzen. Dieser Schritt soll ausländischen Investoren einen besseren Zugang zum riesigen Finanzdienstleistungsmarkt Chinas ermöglichen.

China will in drei Jahren zudem die Höchstgrenze für ausländisches Eigentum an Wertpapierfonds und Joint Ventures im Land auf 51 Prozent anheben. Derzeit dürfen ausländische Firmen nur maximal 49 Prozent der Anteile an derartigen Investitionsprojekten halten, wodurch diese keine Möglichkeit bekommen, eine übergreifende Kontrolle über sie zu erhalten.

Der chinesische Vize-Finanzminister Zhu Guangyao hat diesen Schritt angekündigt, nachdem US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Volksrepublik China, Xi Jinping, einen besseren Zugang zu chinesischen Finanzunternehmen gefordert hatte.

Eine weitere Öffnung der Finanzdienstleistungen stand definitiv ganz oben auf unserer Liste",

zitiert Reuters Ken Jarrett, den Präsidenten der US-amerikanischen Handelskammer in Shanghai.

"Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir werden uns die genauen Regeln ansehen. In China muss man immer auf das Kleingedruckte achten, um zu sehen, wie schnell es sich entwickelt. Letztendlich ist es aber ein willkommener Schritt, den Cap endlich zu lockern",

unterstrich der Experte.

Bei den Gesprächen warf Trump China erneut unfairen Handel vor, der für die USA zu einem Defizit geführt habe.

"Wir müssen uns wirklich mit der [Markt-]Zugänglichkeit, dem erzwungenen Technologietransfer und dem Diebstahl von geistigem Eigentum auseinandersetzen, der die Vereinigten Staaten und ihre Unternehmen pro Jahr allein schon mindestens 300 Milliarden US-Dollar kostet", sagte Trump. Er fügte hinzu:

Sowohl die Vereinigten Staaten als auch China werden eine wohlhabendere Zukunft haben, wenn wir gleiche wirtschaftliche Ausgangsbedingungen schaffen. Im Moment ist das leider eine sehr einseitige und ungerechte Angelegenheit.