Russland baut mit an Erdgas-Pipeline von Iran nach Indien

Russland baut mit an Erdgas-Pipeline von Iran nach Indien
Moskau und Teheran stehen kurz vor der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Unterstützung eines neuen Gaspipeline-Projekts, so der russische Energieminister Aleksandr Nowak. Die Länder werden eine 1.200 Kilometer lange Pipeline von Iran nach Indien bauen.

Das Projekt wird unter Beteiligung iranischer, pakistanischer und indischer Firmen durchgeführt", sagte Nowak.

Gazprom, der russische Energiekonzern, wird auch mehrere iranische Lagerstätten entlang der Route der zukünftigen Pipeline erschließen.

Die Verhandlungsparteien arbeiten an einer Liste der Gasfelder und erstellen die erforderlichen Planungsunterlagen. Laut dem Minister wird der Baubeginn im kommenden Jahr erwartet.

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"Dies ist ein Memorandum zwischen den Ministerien. Wir haben vereinbart, bei der Umsetzung des Projekts für die Gaslieferung aus dem Iran nach Indien mitzuwirken. Dies ist ein Großprojekt, an dem sich Gazprom beteiligen wird. Das Unternehmen wird Gasfelder auf iranischem Boden erschließen und die notwendige Infrastrukturen für die Gaslieferungen nach Indien aufbauen", sagte er.

Nowak gab zwar nicht bekannt, wie viel es kosten wird, teilte aber mit, dass die Kosten signifikant sein werden, da die Pipeline einen Unterwasserteil enthalten wird, der durch den Persischen Golf verlaufen wird.

Seit der Lockerung der internationalen Sanktionen im Jahr 2015 hat der Iran seine Energieproduktion angehoben, um einen Großteil seines verlorenen Marktanteils wiederherzustellen. Die jahrzehntelange wirtschaftliche Isolation und Unterinvestition haben jedoch die Öl- und Gasinfrastruktur des Landes veraltet werden lassen.

Internationale Energiekonzerne nutzten die Chance, im Iran zu arbeiten. Frankreichs Energiekonzern Total unterzeichnete als erstes ein Abkommen über die Entwicklung der Süd-Pars-Felder mit dem Iran. Das Unternehmen schätzte die Anfangsinvestition auf eine Milliarde US-Dollar.

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Royal Dutch Shell, Italiens Eni und Russlands Rosneft gehören zu den mehr als 30 ausländischen Unternehmen, die sich seit der Aufhebung der Sanktionen für Öl- und Gasprojekte im Iran qualifiziert haben.

US-amerikanischen Unternehmen ist es verboten, in der Islamischen Republik zu arbeiten, obwohl sie jedoch die Möglichkeit haben, ausländische Tochtergesellschaften dafür einzusetzen.