Neue Märkte für russische Jets: Russland plant engere Zusammenarbeit mit Singapur in Zivilluftfahrt

Neue Märkte für russische Jets: Russland plant engere Zusammenarbeit mit Singapur in Zivilluftfahrt
Moskau ist an engeren Beziehungen mit Singapur im Bereich der Zivilluftfahrt interessiert. Dabei will man vor allem die russischen Passagierflugzeuge Suchoi Superjet 100 und MS-21 promoten. Das teilte das russische Ministerium für Industrie und Handel mit.

"Es besteht die Notwendigkeit, das Spektrum des Handels zwischen Russland und Singapur zu diversifizieren, unter anderem durch die aktive Entwicklung der Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie und Technologie", sagte der stellvertretende Wirtschaftsminister Viktor Ewtuchow während der russisch-singapurischen Regierungskonferenz, die zurzeit im Innovationszentrum Skolkowo abgehalten wird.

Ewtuchow skizzierte die Zivilluftfahrt als eines der vielversprechendsten Gebiete der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern und unterstrich, dass Moskau beabsichtige, seine neuesten Flugzeuge nach Singapur und auf den südostasiatischen Markt zu liefern.

Langfristig ist auch eine Zusammenarbeit mit ST Aerospace geplant, um den After-Sales-Service für die Jets Suchoi Superjet 100 und MS-21 direkt auf den Zielmärkten anbieten zu können. Unter anderem haben die Beteiligten ein mögliches Joint Venture zur Anpassung von Kabinen für VIP-Versionen der Flugzeuge angedacht.

Gemeinsame Einrichtungen sollen den Absatz beflügeln

Laut Ewtuchow werden Moskau und Singapur ein Servicezentrum für russische Flugzeuge aufbauen, das von STAerospace, Changi International und Singapore Airlines betrieben wird.

Wir glauben, dass die Entwicklung dieser Kompetenzen und einer Infrastruktur für die Logistik dazu beitragen wird, die überregionalen Transportrouten auszubauen und den Absatz russischer Flugzeuge zu steigern", erklärte der Spitzenbeamte.

Ewtuchow sprach auch über die E-Commerce-Plattform B2B, die der Russian-Singapore Business Council entwickelt hatte.

Plattform für E-Commerce soll als weiterer Umsatzbooster fungieren

Diese Plattform entstand mit dem Ziel, zivile russische Industriegüter in Südostasien, Indien und Australien zu promoten sowie die Effizienz zu steigern. Zudem soll das Projekt helfen, den Import von Waren aus asiatischen Ländern nach Russland und in die EU zu optimieren. So informiert die Plattform ihre Kunden unter anderem über Produkte und Dienstleistungen sowie über den Prozess der Export-Import-Operationen.

Wir glauben, dass die aktive Entwicklung [der Plattform] zur Schaffung günstiger Bedingungen für die Teilnehmer des Außenhandels beitragen wird", betonte Ewtuchow.