Erstarkte Wirtschaft trägt Früchte: Russland steigt im globalen Ranking für Wettbewerbsfähigkeit

Erstarkte Wirtschaft trägt Früchte: Russland steigt im globalen Ranking für Wettbewerbsfähigkeit
In nur einem Jahr hat Russland seine Position im globalen Index der Wettbewerbsfähigkeit, dem Global Competitive Index (GCI), deutlich verbessert. In einer Liste von 137 Ländern verbesserte das Land seinen Rang um fünf Stufen und landete auf Platz 38.

Das Wachstum der Wettbewerbsfähigkeit steht in einem engen Zusammenhang mit der makroökonomischen Situation in Russland. Gleichzeitig sind die Prognosen für die Wirtschaft des Landes oft schwer vorhersehbar, da es immer noch zu einem bedeutenden Teil von der Ausfuhr von Bodenschätzen abhängig ist.

Bildung gut, Finanzmarkt ausbaufähig

In einem Bericht gaben Experten des Weltwirtschaftsforums (WEF) bezüglich der russischen Gesundheitsversorgung, der primären und sekundären Bildung sowie der Marktgröße des Landes und der Ausbildung des Personals eine gute Einschätzung ab.

Es gibt aber auch noch Baustellen:

Zu den Schwachstellen gehören weiterhin der Finanzmarkt (107. Platz), insbesondere der Bankensektor, sowie Aspekte institutioneller Qualität wie Eigentumsrechte (106. Platz), die Unabhängigkeit der Justiz (90. Platz) und Korruption, die nach wie vor zu den problematischsten Faktoren für Geschäfte gehören", so der WEF.

In dem Bericht heißt es auch, dass die russische Wirtschaft nach wie vor in hohem Maße von Rohstoffexporten abhängt.

Russland hat neue Gesetze verabschiedet, um den Mindestlohn zu erhöhen, die befristete Beschäftigung zu schützen, was die Flexibilität des Arbeitsmarktes verringerte. Dies kann jedoch eine insgesamt positive Wirkung durch die Wiederherstellung der inneren Kaufkraft haben, die von der Inflation und dem schwachen Rubel getroffen wurde.

Schweiz zum neunten Mal in Folge voran

Der globale Index der Wettbewerbsfähigkeit errechnet sich anhand von 113 Wirtschaftsindikatoren in 12 Kategorien. Die Erhebung berücksichtigt Faktoren wie Institutionen, Infrastruktur, makroökonomisches Umfeld, Gesundheit, Bildung und Ausbildung, Effizienz des Gütermarktes und des Arbeitsmarktes, Entwicklung der Finanzmärkte und Innovationen.

Die Schweiz wurde zum neunten Mal in Folge als wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt eingestuft. Es folgen die Vereinigten Staaten, Singapur, die Niederlande und Deutschland. Zu den Top Ten gehören auch noch Hongkong, Schweden, Großbritannien, Japan und Finnland.

Die Staaten, die sich für die Vierte Industrielle Revolution vorbereiten und gleichzeitig ihre politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme stärken, werden die Gewinner des Wettstreits der Zukunft sein", sagte WEF-Gründer und Vorstandsvorsitzender Klaus Schwab.