Gegen westliche Dominanz: BRICS-Schwellenländer planen eigene virtuelle Währung

Gegen westliche Dominanz: BRICS-Schwellenländer planen eigene virtuelle Währung
Der BRICS-Finanzausschuss diskutiert die Schaffung einer gemeinsamen virtuellen Währung. Das hat der Vorsitzende des Russischen Direktinvestionsfonds, Kyrill Dimitriew, am Montag mitgeteilt. Zudem sollen lokale Währungen künftig den Außenhandel bestimmen.

Am Rande des BRICS-Gipfels im chinesischen Xiamen erklärte Dimitriew gegenüber Journalisten, dass Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika die Entwicklung einer Alternative zu westlichen Zahlungsinstrumenten erwägen.

Trotz eines Fokus auf der Abwicklung des Handels in nationalen Währungen diskutieren wir auch Kryptowährungen als möglichen Abwicklungsmechanismus", äußerte Dimitriew.

Er fügte hinzu, dass eine BRICS-Kryptowährung dazu beitragen könnte, den US-Dollar und andere Währungen als Handelswährung unter den BRICS-Schwellenländern abzulösen.

Die BRICS-Staaten sehen außerdem eine Umstellung ihres Außenhandels auf lokale Währungen mit dem chinesischen Yuan als Leitwährung vor. Die so genannte Neue Entwicklungsbank (NDB) soll diesen Prozess anführen.

NDB als führender Akteur der Transformation

Die BRICS-Länder haben die Umstellung auf lokale Währungen für wechselseitige Verträge mit dem chinesischen Yuan als die führende Währung ins Auge gefasst. Die NDB wird voraussichtlich ein wesentlicher Akteur im Rahmen dieses Prozesses sein.

Die Verwendung von lokalen Währungen wird dazu beitragen, eine allseitig vorteilhafte wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, Währungsrisiken zu mindern, den Handel zu erhöhen und Unternehmen den Zugang zu BRICS-Märkten zu erleichtern", sagte das Vorstandsmitglied der russischen Vneschecombank, Nikolai Techomski.

Vergangene Woche einigten sich fünf Banken des BRICS-Bankenkooperationsmechanismus darauf, Kreditlinien auf der Basis lokaler Währungen zu etablieren.

Der Leiter der Neuen Entwicklungsbank, Kundapur Vaman Kamath, informierte, dass die Bank im kommenden Jahre vier Milliarden US-Dollar in diverse Projekte investieren möchte. Kamath hofft, dass das Kreditinstitut bis dahin bereits Darlehen in lokalen Währungen vergeben kann, um "mit der Tyrannei der harten Währung zu brechen".