Ukraine steigert ihre Gasversorgung mit russischem Gas aus Europa um 240 Prozent

Ukraine steigert ihre Gasversorgung mit russischem Gas aus Europa um 240 Prozent
Kiew hat seine Erdgaseinkäufe aus Europa in diesem Jahr deutlich erhöht. Dies sind Lieferungen von russischem Gas, das von europäischen Ländern von Gazprom gekauft und dann an die Ukraine weiterverkauft wird.

Im Juli importierte die Ukraine 8,14 Milliarden Kubikmeter Gas. Davon stammen 6,3 Milliarden Kubikmeter aus der Slowakei, 1,58 aus Ungarn, und der Rest kam aus Polen.

Die Ukraine hörte im November 2015 auf, direkt von Gazprom russisches Erdgas zu kaufen und kauft es nun im Westen.

Im Juli berichtete das Portal Oilprice.com, dass der Kauf von "umgekehrtem Gas" aus Europa teurer ist, als wenn man es aus Russland kauft. Medien berichteten, dass das Kiew zusätzliche 35 bis 40 Millionen US-Dollar pro Monat kostet.

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Der Vertrag über den Russland-Ukraine-Gas-Transit läuft im Jahr 2019 aus, und Moskau hat wiederholt verkündet, dass die Ukraine ihren Status als Schlüssel-Transit-Knotenpunkt verlieren wird.

Die Nord-Stream-Pipeline liefert bereits russisches Gas direkt nach Deutschland und umgeht die Ukraine. Eine zweite Pipeline verdoppelt die jährliche Kapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr.

Allerdings wird Gazprom mit Hindernissen aus den Vereinigten Staaten, Polen und den baltischen Ländern konfrontiert.

Auch ohne Nord Stream 2 wird der Ukraine wahrscheinlich ein Bruchteil des Gas-Transits gelassen, den sie gewohnt ist. Im Jahr 2017 plant Gazprom, 90 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Ukraine zu exportieren. Doch das Volumen wird voraussichtlich auf 15 Milliarden Kubikmeter fallen, wenn der Vertrag abgelaufen ist. Russland ist wahrscheinlich das einzige Land, das das Transportsystem der Ukraine nutzt.