Bei Geld hört die Freundschaft auf: USA verdreifacht 2017 den Preis für Kohleexport in die Ukraine

Bei Geld hört die Freundschaft auf: USA verdreifacht 2017 den Preis für Kohleexport in die Ukraine
Die USA haben den Preis für Zechenkohle, die sie im ersten Quartal dieses Jahres in die Ukraine exportiert hatten, im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verdreifacht. Das geht aus einem Bericht der US Energy Information Administration hervor.

Kiew kaufte im Zeitraum von Januar bis März dieses Jahres bei den USA Zechenkohle für den Preis von 206 US-Dollar pro Tonne ein. Das ist fast das Dreifache dessen, was die US-Amerikaner der Ukraine für den Rohstoff im letzten Jahr in Rechnung stellten. Im vergangenen Jahr zahlte das osteuropäische Land nämlich 71 US-Dollar pro Tonne.

Zur gleichen Zeit hat sich der Verkauf von US-amerikanischer Kohle in die Ukraine mehr als verdoppelt, denn im ersten Quartal 2017 exportierten die USA 865.000 Tonnen Kohle in die Ukraine. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte Kiew erst 355.100 Tonnen des Rohstoffs aus den USA erworben.

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Zur gleichen Zeit sank der Preis für die US-Kohle nach Norwegen von 140 auf 125 US-Dollar pro Tonne, also ungefähr um zehn Prozent.

Die Ukraine bekam massive Probleme mit Werken, die Anthrazit-Kohle verwendeten, nachdem die Eisenbahn-Linien, die zur abtrünnigen Donbass-Region führen, von militanten Gruppen blockiert wurden, die Rückendeckung in Kiew genießen.

Wjatscheslaw Cholodkow, Leiter des Referats für Internationale wirtschaftliche Organisationen beim Zentrum für Wirtschaftsforschung des Russischen Institutes der Strategieforschung, kommentiert dies wie folgt:

Seitdem die Ukraine aufgehört hat, Kohle aus den [selbsterklärten] Republiken Donezk und Lugansk zu importieren, wird das Meiste an Anthrazit-Kohle importiert. Für die Metallarbeiten braucht man mehr. Der Kostenanstieg für die Kohle erhöht den Preis für die Stahlproduktion, so dass diese weniger wettbewerbsfähig wird. So oder so wird das die Wirtschaft der Ukraine treffen.

Zuvor sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, dass das Land zwei Millionen Tonnen Kohle aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania kaufen müsse.

Die Ukraine hat den Einkauf von südafrikanischer Kohle abgelehnt, da diese sich als zu teuer erwies, und einen Import aus Russland lehnt Kiew aus politischen Gründen ab.

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