Ausbau der Einflusssphäre: EU zahlt 1,15 Million Euro für Entwicklung der Nationalbank Weißrusslands

Ausbau der Einflusssphäre: EU zahlt 1,15 Million Euro für Entwicklung der Nationalbank Weißrusslands
Die EU-Kommission hat 1,15 Millionen Euro für die Unterstützung der weißrussischen Nationalbank bereitgestellt. Diese soll das Geld verwenden, um die erforderlichen Schritte zum Übergang in Richtung des EU-Arbeitsstandards zu vollziehen.

Die Europäische Kommission zahlt in diesen Tagen 1,15 Millionen Euro an Weißrussland. Mit dem Geld soll das Land die Politik seiner Nationalbank reformieren und auf europäische Standards umsteigen. Das Geld wird im Rahmen des europäischen Twinning-Förderprogramms bereitgestellt, das Bereiche wie die Regulierung von Geldüberweisungen und Mechanismen des Kundenschutzes umfasst.

Die EU kooperiert mit Weißrussland im Rahmen ihrer Nachbarschaftspolitik. Die Gesamthöhe der dafür vorgesehenen EU-Förderprogramme beträgt im Jahr 2016 ungefähr 29 Millionen Euro, die auch die oben erwähnten Geldmittel einschließen.

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Gemäß dem Vertrag verpflichtet sich Weißrussland, im Rahmen des Twinning-Programms effektive rechtliche Rahmenbedingungen für das eigene Zahlungssystem zu schaffen. Dabei soll sich das Land an den Erfahrungen der EU-Staaten und der bisherigen Teilnehmer von Twinning-Projekten orientieren.

Zuvor wurde bekannt, dass Weißrussland mit dem Weltwährungsfonds zurzeit über einen Kredit in Höhe von mindestens drei Milliarden US-Dollar verhandelt. In diesem Zusammenhang gehört ein Verzicht Weißrusslands auf den russischen Rubel als Teil seines Gold- und Währungsbestands zu den Forderungen des IWF.