Iran kauft 30 Passagierflugzeuge von US-Konzern Boeing

Iran kauft 30 Passagierflugzeuge von US-Konzern Boeing
Boeing wird der iranischen Fluggesellschaft Aseman Airlines vorerst 30 Passagiermaschinen der Klasse 737 MAX liefern. Es besteht eine Option auf weitere 30 Stück. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf die Geschäftsführung.

Ein Jahr der Verhandlungen zwischen dem US-Luftfahrt-Riesen und Irans drittgrößter Fluggesellschaft ging am Samstag erfolgreich zu Ende. Aseman-Geschäftsführer Hossein Alaei unterzeichnete mit dem Boeing-Chef für den Nahen Osten und Russland, James Larson, ein Auslieferungsabkommen für 30 Flugzeuge des Typs Boeing 737 MAX.

Aseman Airlines ist ein privates Unternehmen. Dennoch nahmen der iranische Arbeitsminister Ali Rabiei und Ali Abedzadeh, der Leiter der Zivilluftfahrt-Organisation, an der Unterzeichnungszeremonie teil.

Ursprünglich hatte die indische Öl- und Erdgasgesellschaft ONGC das Feld Farzad B entdeckt.

Nach der vorläufigen Absichtserklärung, die am 19. März unterzeichnet wurde, wird Aseman 30 zusätzliche Flugzeuge bestellen, sobald die erste Boeing-Charge an Iran ausgeliefert wurde.

Der Verkauf von 60 Boeing-737-MAX-Flugzeugen kostet rund drei Milliarden US-Dollar, berichtet IRNA. Aseman zahlt fünf Prozent der Summe. Die restlichen 95 Prozent finanziert Boeing.

Der Stückpreis für die Boeing-Maschine beläuft sich auf 100 Millionen US-Dollar. Im Falle eines so großen Auftrages gewährt der Hersteller Fluggesellschaften üblicherweise Rabatte von bis zu 50 Prozent. Die erste Passagiermaschine aus den USA soll Iran 2022 erreichen. Bis 2024 darf Aseman auf die komplette Übernahme der ersten 30 Flugzeuge hoffen.

Die neue Vereinbarung ergänzt das Mega-Abkommen von 16,6 Milliarden US-Dollar, das Präsident Barack Obama seinerzeit zwischen Boeing und der staatlichen Fluggesellschaft Irans vermittelt hatte. Iran Air gab damals 80 Flugzeuge in Auftrag.

Anfang dieses Jahres unterzeichnete Teheran einen weiteren Vertrag mit Europas Airbus. Iran bestellte 118 Passagiermaschinen im Wert von 22,8 Milliarden Euro. Der Umfang des Vertrages verringerte sich wenig später auf 112 Flugzeuge reduziert, erklärten iranische Beamte.

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