Putin: Deutsche Wirtschaftsbeziehungen zu Russland werden trotz politischer Konflikte stärker

Putin: Deutsche Wirtschaftsbeziehungen zu Russland werden trotz politischer Konflikte stärker
Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt sich zufrieden über einen Anstieg des Handelsvolumens zwischen Russland und Deutschland im ersten Quartal 2017 von rund 40 Prozent. Deutsche Unternehmen siedeln sich zunehmend in Russland an und bleiben dort.

"Wir haben eine ganze Reihe von Projekten vereinbart und diese erfolgreich umgesetzt", bemerkte Putin in seiner Rede anlässlich des Sankt Petersburger Wirtschaftsforums am Donnerstag. "Die deutsche Produktion ist recht hoch, ähnlich wie die Lokalisierungsrate mit 60 bis 70 Prozent."

Putin würdigte in diesem Zusammenhang das Bekenntnis der ausländischen Investoren zum Standort trotz schwieriger Bedingungen:

Nehmen wir die Autoindustrie zum Beispiel. Kein deutsches Unternehmen oder ein anderes ausländisches Unternehmen verließ den russischen Markt trotz politischer Schwierigkeiten. Sie arbeiten unabhängig von der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Russland, trotz der sinkenden Produktion, trotz eines abfallenden realen Einkommens und entsprechender Auswirkungen auf die Nachfrage.

Die russische Regierung wolle versuchen, solchen Unternehmen zu helfen, damit diese konstruktive Arbeit fortgesetzt werden kann, sagte der Präsident.

Unter anderem verwies Putin auf eine neue Produktionsstätte von Daimler, die in der Moskauer Region gebaut wird. Diese wird 2019 fertiggestellt. Die Produktionsanlage soll mit rund 1.000 Mitarbeitern jährlich 25.000 Mercedes-Benz-Fahrzeuge für den russischen Markt herstellen.

Ein Frachtschiff ankert im Hafen von New York, 29. Januar 2016

Bereits im Mai hatte die in Moskau ansässige deutsch-russische Außenhandelskammer mitgeteilt, dass der bilaterale Handel in den ersten Monaten um 43 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro gestiegen sei. Das Statistische Bundesamt bestätigte im selben Zeitraum ein Wachstum von 37,3 Prozent.

Laut einer Umfrage der deutsch-russischen Außenhandelskammer erwarten 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, die in Russland operieren, dass sie dieses Jahr einen Umsatzanstieg erzielen werden.

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