Handelskrieg mit den USA: Millionenstrafe gegen Deutsche Bank

Handelskrieg mit den USA: Millionenstrafe gegen Deutsche Bank
Deutsche Bank London, Großbritannien, 18. Mai 2017.
41 Millionen US-Dollar Strafe soll die Deutsche Bank aufgrund von Versäumnissen zur Geldwäschebekämpfung zahlen, denn sie habe gegen US-Bankgeheimnisgesetze verstoßen. Die Deutsche Bank sucht, nach der Anti-Deutschland Stimmung unter Trump, den Blick nach China und schmiedet neue Kooperationen.

Die US-Notenbank Fed entschied, dass die Deutsche Bank wieder gegen Gesetze verstoßen habe und setzt die Höhe der Entschädigung auf 41 Millionen US-Dollar (37 Millionen Euro) fest. Es ist nicht die erste Strafe, die die Deutsche Bank entrichten soll. Zu Beginn des Jahres musste die Bank 425 Millionen Euro an die New Yorker Finanzaufsicht DFS wegen Geldwäsche in Moskau entrichten. Erst diesen April entschied die amerikanische Notenbank, dass der DAX-Konzern 156,6 Millionen US-Dollar wegen Verstößen gegen die Regulären des Devisen- und Eigenhandels zahlen sollte. 

Auch die Verbindungen zu Trump und der Deutschen Bank stehen im Fokus der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit Vorwürfen, die als "Russland-Affäre" beschrieben werden, für die es aber keine Beweise gibt. Gerüchten zu Folge schulde Trump der Deutschen Bank 340 Millionen Dollar.   

Trump macht keinen Hehl daraus, dass er die Deutsche Wirtschaft als zu mächtig erachtet. Seiner Meinung nach führen zu viele deutsche Autos auf den Straßen New Yorks. Trumps drohte damit gegen den hohen Exportüberschuss der Deutschen vorzugehen. Auch auf Twitter teilt er gegen Deutschland aus:

Die Deutsche Bank teilte mit, alle von der Fed auferlegten Maßnahmen den Erwartungen der Aufseher entsprechend umsetzen zu wollen.

Neuer Blick der Deutschen Bank nach China

Am Dienstag unterzeichneten die Deutsche Bank und die "China Development Bank" (CDB) ein Memorandum in Berlin. Hierin bekundeten sie ihr Interesse zu einer Kooperation zwischen China und Deutschland und anderen Ländern, die Teil der "Belt & Road Initiative" (B&R) sind. Die neue Seidenstrasse zu Lande und auf dem Wasser wurde vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping initiiert und soll nach Fertigstellung China mit den eurasischen Ländern und Europa verbinden. Li Keqiang, chinesischer Premierminister, weilt derzeit in Berlin, um Werbung für das Großprojekt zu machen. Erste Projekte in Höhe von 3 Milliarden US-Dollarn wurden nun von der Deutsche Bank und CDB angestoßen. 

Werner Steinmüller, CEO der Deutschen Bank Asia Pacific:  

Die Deutsche Bank ist sehr stolz über seinen einzigartige und langwährende Rolle, die chinesische und europäische Wirtschaft verbindend. Wir sind zuversichtlich, dass die Tiefe unseres Netzwerks und die Erfahrung in Europa einen kritischen Anker zu der politischen Initiative angeführt von China bieten wird. 

(rt deutsch/dpa) 

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