Trotz Sanktionen: Russlands Exporte in die USA wachsen

Trotz Sanktionen: Russlands Exporte in die USA wachsen
Ein Frachtschiff ankert im Hafen von New York, 29. Januar 2016
Das Volumen russischer Exporte in die USA ist trotz Sanktionen Washingtons und kühler politischer Beziehungen gestiegen. Das erklärte der Handelsgesandte Russlands Alexander Stadnik am Montag.

Stadnik zeigte sich über die anhaltend stabil bleibenden Ausfuhren Russlands in die USA optimistisch. Der Nachrichtenagentur Sputnik teilte er mit:

Während der Krise zwischen 2014 und 2016 stieg das physische Volumen unserer Exporte in die USA in einem rasanten Tempo. Jetzt, nachdem der Wechselkurs stabilisiert wurde, registrieren wir auch einen wertmäßigen Anstieg.“

Russland exportiert in erster Linie Erdöl- und Erdgasprodukte, Maschinen, Eisen und andere Metalle, Edelmetalle sowie Logistik- und IT-Dienstleistungen in die Vereinigten Staaten, informierte der Handelsgesandte.

Laut dem US-amerikanischen Statistikamt beträgt das Handelsvolumen zwischen Russland und den USA rund 20,3 Milliarden US-Dollar. Damit gehören die USA zu den Top-10-Handelspartnern der Russischen Föderation.

„Große russische Unternehmen wie NLMK, Norilsk Nickel, TNK und andere Firmen unterhalten wichtige Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten. Sie arbeiten dort erfolgreich sowie exportieren ihre Produkte weiter in Drittstaaten“, ergänzte Stadnik.

Aus Sicht des Handelsbeauftragten sind auch US-Unternehmen daran interessiert, auf dem russischen Markt zu operieren. Außerdem sei Russland als Sprungbrett in Drittlandsmärkte interessant für US-amerikanische Firmen.

Russland ist zu einem großen Logistik-Projekt geworden, sagte Stadnik und fügte hinzu, dass die USA ein Interesse bei der Entwicklung des eurasischen Containerverkehrs hätten.

Die lukrativen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und Russland könnten langfristig zu wichtigen Argumenten für eine Normalisierung des politischen Klimas werden, bekräftigte Moskaus Handelsvertreter in den USA.

© Sputnik/Alexej Nikolsky

Stadnik ist davon überzeugt, dass für die Wirtschaftsgemeinschaften der beiden Staaten das Vertrauen bestehen bleibt, wonach Geschäftsbeziehungen zu einer Brücke werden können, die Russland und die USA zu zivilisierten Interaktionen im Hinblick auf die Politik bringt.

Kontakte zwischen den USA und der russischen Unternehmenswelt brachen nie ab, betonte Staatsbeamter Stadnik. Bisher gebe es allerdings keine Aussicht für eine kurzfristige Verbesserung der bilateralen politischen Beziehungen. Der russische Vertreter hofft allerdings, dass sich das Verhältnis in absehbarer Zeit verbessert.

Die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten verschlechterten sich während der Ukraine-Krise 2014. Die USA und die Europäische Union geben Moskau die Schuld für den bewaffneten Konflikt zwischen Regierungstruppen und Selbstverteidigungskräften in der Ost-Ukraine. Diese Anschuldigungen weist Russland zurück. Washington und Brüssel reagierten mit der Verhängung von anti-russischen Sanktionen.

 

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