Großes russisches Passagierflugzeug МС-21 bereit für den Flug

Großes russisches Passagierflugzeug МС-21 bereit für den Flug
Das MC-21-300 Mittelstreckenflugzeug bei einer Präsentation im Irkutsk-Flugzeugwerk
Der МС-21-Jet hat das Fließband verlassen und wird für seinen Jungfernflug vorbereitet, so berichtete am Donnerstag die Tageszeitung Iswestija. Es soll schneller und günstiger als vergleichbare Passagierflieger von Boeing und Airbus sein.

Das von der United Aircraft Corporation (UAC, russisch auch OAK) entwickelte große Passagierflugzeug verließ am 28. April das Fließband. Dem russischen Flieger steht damit der Jungfernflug bevor. Der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation, Dmitri Rogosin, kündigte den Testflug für diesen Monat an. Dabei soll geprüft werden, ob das Flugzeug den geplanten Anforderungen entspricht. Der Abkürzung ist abgeleitet vom russischen „Flugzeug fürs 21.Jahrhundert“, es wurden auch eine Reihe westlicher Technologien genutzt.

Die auch als MS-21 im Westen bekannte Maschine ist ein zweimotoriges Kurz- bis Mittelstreckenpassagierflugzeug, das die Yakowlew Yak-42, Tupolew Tu-134, Tupolew Tu-154 und Tupolew Tu-204/214 Flieger ersetzen und in einer Liga mit dem Airbus A320 und der Boeing 737 fliegen soll. 

Nach einer Reihe von Unzulänglichkeiten im Zusammenhang mit dem A400M-Transporter ist Airbus finanziell massiv unter Druck geraten. Obwohl die Maschinen als Ladenhüter gelten und der Nutzen für die Bundeswehr umstritten ist, will diese an einem Großauftrag festhalten.

Den Herstellern zufolge soll die MC-21 jedoch schneller und günstiger als die Boeing 737 und der Airbus A320 sein. Mit einer Geschwindigkeit von 870km/h übersteigt sie das Limit der schnelleren Boeing bei 842 km/h. Bei einem Preis von 85 Millionen Dollar ist sie dabei bedeutend günstiger.

Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot wird die MC-21 Flugzeuge als erste in Betrieb nehmen, auch ägyptische und malaysische Abnehmer gibt es bisher. Die UAC beabsichtigt, auch angesichts der noch bestehenden Wirtschaftssanktionen, zunächst den Verkauf der Flugzeuge an traditionelle Abnehmer russischer Flugzeuge in Indien, China, Südostasien und Lateinamerika. Die Lieferung beginnt voraussichtlich Ende 2018, spätestens Anfang 2019.

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