Verbessertes Geschäftsklima: Nachfrage von Visa für Russland steigt um 60 Prozent

Verbessertes Geschäftsklima: Nachfrage von Visa für Russland steigt um 60 Prozent
Trotz der Wirtschaftssanktionen ist die Nachfrage nach internationalen Geschäftsvisa für Russland gestiegen. Im Jahr 2016 suchten vor allem Geschäftsreisende aus Großbritannien, Deutschland und den USA, aber auch aus Frankreich und Polen um solche an.

Insbesondere Moskau und Sankt Petersburg wurden als attraktive Standorte für geschäftliche Treffen, Konferenzen und Ausstellungen gesehen. Zudem trugen internationale Sportveranstaltungen wie die Eishockey-Weltmeisterschaft 2016, der Confed Cup 2017 oder die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zu einem weiteren Anstieg bei privaten Visa bei. Auch aus China kamen 41 Prozent mehr Anträge als im Vorjahr.

Hat laut PricewaterhouseCoopers gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken: der russische Präsident Wladimir Putin.

Gleichzeitig haben sich die Aussichten deutscher Unternehmen für das Russland-Geschäft stark verbessert. Diese Aussage stützt sich auf die jüngste Geschäftsklima–Umfrage des Ostausschuss der deutschen Wirtschaft und der deutschen Auslandshandelskammer unter 190 Unternehmen, die in Russland aktiv sind. Damit sehen Experten die seit 2014 bestehende Krise als überwunden an. Laut Ost-Ausschuss-Vize Schäfer wird für 2017 mit einem Anstieg der deutschen Exporte nach Russland von mindestens fünf Prozent gerechnet.

Diese Trends wurden auch in Zusammenhang mit dem niedrigen Rubel-Wechselkurs gesetzt. Steigende Umsätze werden aber auch damit begründet, dass gegenseitige Sanktionen, zum Beispiel im Lebensmittelbereich, zu einem starken Auftrieb für die russische Landwirtschaft und die Nahrungsmittelindustrie geführt haben. 

Deutsche Unternehmen prognostizieren für 2017 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 bis 2 Prozent in der Russischen Föderation. Dementsprechend rechnen 63 Prozent der Befragten auch mit steigenden Umsätzen im Russland-Geschäft, so der AHK-Vorstandsvorsitzende Schepp. Dies soll auch zu einer Aufstockung des Mitarbeiterbestandes in Russland beitragen. So plant Daimler-Benz den Bau eines neuen Werkes mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro. Ein Großteil von 91 Prozent der befragten Unternehmer ist gegen die Sanktionen.

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