Russland überholt Saudi-Arabien erneut als weltgrößter Erdölproduzent

Russland überholt Saudi-Arabien erneut als weltgrößter Erdölproduzent
Da der Produktionsrückgang an Erdöl in Saudi-Arabien stärker ausfiel als in der Russischen Föderation, stieg Russland Ende des Vorjahres zum weltgrößten Produzenten auf.
Russland hat Saudi-Arabien die Krone als weltgrößter Erdölproduzent abgelaufen. Beide Länder konkurrieren hart und wechseln einander immer wieder als führende Erdöl-Nation ab. Die USA stehen auf Platz drei und importieren weltweit am meisten Erdöl.

Im vergangenen Dezember förderte die Russische Föderation 10,49 Millionen Barrel pro Tag, was einem Minus von 29.000 Barrel am Tag im Vergleich zum vorhergehenden Monat November entspricht. Saudi-Arabiens Förderrate fiel im letzten Monat des Jahres von 10,72 Millionen auf 10,46 Millionen Barrel pro Tag. Das ergaben am Montag neu veröffentlichte Daten einer gemeinsamen statistischen Erhebungsinitiative in Riad.

Damit ist Russland erstmals seit März 2016 wieder zum größten Erdöl-Produzenten der Welt aufgestiegen. Ende 2016 fielen auch saudische Erdöl-Ausfuhren auf täglich acht Millionen Barrel. Im November lag der Wert noch bei 8,26 Millionen Barrel täglich. Das entspricht dem größten monatlichen Exportrückgang der Golfmonarchie seit Mai 2003.

Die USA belegen den dritten Platz. Sie produzierten im Dezember täglich 8,8 Millionen Barrel Erdöl. Gemeinsam mit China führen die Vereinigten Staaten die Liste der weltweit größten Rohöl-Importeure an. Im vergangenen Jahr kauften die USA auf den Weltmärkten 7,88 Millionen Barrel Erdöl ein.

Die starke Förderrate der USA vergangenes Jahr erklärt sich vor allem mit der starken Ausbeute aus dem Permian-Becken und Eagle Ford im Bundesstaat Texas. Die modernen Verarbeitungsanlagen der USA können das Rohöl aus Texas in der Regel nicht verarbeiten, da sie auf die Verarbeitung von minderwertigen Ölsorten aus Kanada und Venezuela ausgerichtet sind. Die USA führen ihr hochwertiges eigenes Erdöl aus und importieren ihren eigenen Bedarf aus dem Ausland.

Das internationale Ölkartell OPEC und andere Erdölproduzenten, angeführt von Russland, einigten sich vergangenes Jahr darauf, die Erdölproduktion um 1,8 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren, um die internationale Ölpreisentwicklung zu konsolidieren und das globale Überangebot einzudämmen.

Am Montag wurde die Öl-Sorte Brent bei 56,18 US-Dollar je Fass gehandelt. Die US-Marke West Texas Intermediate stieg auf 53,69 US-Dollar das Fass.

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