Russland reduziert Erdölfördermenge und erfüllt OPEC-Vereinbarung

Russland reduziert Erdölfördermenge und erfüllt OPEC-Vereinbarung
Der weltgrößte Rohölproduzent Russland hält sich an die internationale Vereinbarung mit der OPEC und reduziert seine Erdöl-Fördermenge. Im Dezember unterzeichneten die weltweit größten Erdölförderstaaten ein gemeinsames Abkommen zur Stärkung des internationalen Ölpreises.

Anfang Januar reduzierte Russland seine landesweite Fördermenge von Erdöl um etwa 100.000 Barrel pro Tag, berichtete die internationale Nachrichtenagentur Reuters. Die russische Erdöl- und Erdgaskondensatproduktion beläuft sich gegenwärtig auf eine Menge von 11,1 Millionen Barrel pro Tag. Im Dezember lag der Wert bei 11,24 Millionen Fässern pro Tag.

Nach Jahren des haushaltspolitischen Sinkfluges kann sich Saudi-Arabien wieder über größeren etatmäßigen Spielraum freuen.

Der Produktionsabbau umfasst ein Drittel dessen, zu dem sich Russland verpflichtet hat. Im Dezember stimmten Russland und die OPEC-Staaten zu, den Produktionsoutput um insgesamt 1,2 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren.

Dieser Produktionsabbau ist gleichzeitig ein Drittel dessen, was Russland verpfändet hat. Im Dezember stimmten die Nicht-OPEC-Produzenten zu, die Produktion um 600.000 zu verdoppeln, wobei die Hälfte des Beitrags aus Russland stammte. Der Schnitt konsolidierte den November-Intra-Kartell-Deal, die Produktion um 1,2 Millionen Barrel pro Tag zu schrumpfen.

Das führende OPEC-Mitglied Saudi-Arabien respektiert die Vereinbarung ebenso. Es schraubte laut Reuters seine tägliche Förderrate um 486.000 Barrel auf 10.05 Millionen Barrel herunter.

„Wir gehen davon aus, dass die russische Rohöl- und Kondensatproduktion zunächst unter das bemerkenswerte Produktionsniveau von Dezember 2016 sinkt und am Ende des ersten Halbjahres 2017 die angekündigte Einsparung von 300.000 Barrel pro Tag erreicht“, schrieb das Ölforschungszentrum JBC Energy in Wien im Rahmen einer Analyse vergangene Woche.

Im Kontext einer ganzjährlichen Hochrechnung wird die russische Fördermenge unter diesem Schnitt allerdings steigen, fügte JBC Energy hinzu. „Die durchschnittliche tägliche Fördermenge wird 2017 in Russland auf 11,14 Millionen Barrel steigen.“