Russland will gemeinsamen Investitionsfonds mit Japan aufbauen

Russland will gemeinsamen Investitionsfonds mit Japan aufbauen
Ein gemeinsamer russisch-japanischer Entwicklungsfonds soll unter anderem Investitionen im fernen Osten der Russischen Föderation erleichtern.
Russland und Japan haben die Gründung eines gemeinsamen Investitionsfonds zur Schaffung einer exklusiven Wirtschaftszone beschlossen. Das teilte der russische Vizepremier Yuri Trutnew mit. Auch sollen mehr als 50 Wirtschaftsverträge geschlossen werden.

Die japanische Bank für internationale Zusammenarbeit, Russlands Fernost-Investitionsagentur und der Fernost-Entwicklungsfonds einigten sich am Donnerstag auf alle Eckpunkte des Abkommens. Die russische Finanzdelegation begleitet den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, bei dessen Staatsbesuch in Japan.

Der gemeinsame Fonds zielt darauf ab, die Kooperation zwischen den beiden Staaten zu stärken und japanische Investitionen in den strukturschwachen Osten der Russischen Föderation zu fördern.

Wir haben eine Absichtserklärung über die Schaffung einer gemeinsamen Investitionsplattform unterzeichnet. Solche Fonds helfen, eine bessere Bühne für Investitionen zu schaffen", sagte Trutnew.

Russland sucht nach neuen Möglichkeiten, um Investitionen anzulocken, fügte der Minister hinzu.

Der Fonds wird ein Volumen von 901 Millionen US-Dollar umfassen. Dieses Geld soll in medizinische Infrastruktur und Stadtentwicklungsprojekte fließen, aber auch Produktionsanlagen modernisieren, geht aus japanischen Medienberichten hervor.

Beide Länder werden hierfür in etwa gleich große Beträge zur Verfügung stellen. Im Jahr 2017 soll der Fonds erste Projekte finanzieren.

Der Besuch des russischen Präsidenten in Japan wird nach Jahren des westlichen Drucks auf Tokio als Durchbruch in den russisch-japanischen Beziehungen gefeiert. Seit 2014 hatte sich das Verhältnis zwischen Moskau und Tokio nur stockend entwickelt.

Wirtschaftsexperten erwarten, dass Russland und Japan im Zuge des Russisch-Japanischen Wirtschaftsforums, an dem die politischen Führer beider Länder am Freitag teilnehmen werden, bis zu 50 Wirtschaftsverträge unterzeichnen werden. 

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