Finanzhaus HSBC ruft „Alarmstufe Rot“ aus: Bereitet euch auf Zusammenbruch des Aktienmarktes vor

Die Börsenanalysten des Bankhauses HSBC halten noch in den kommenden Tagen eine drastische Korrektur an den Finanzmärkten für wahrscheinlich.
Die Börsenanalysten des Bankhauses HSBC halten noch in den kommenden Tagen eine drastische Korrektur an den Finanzmärkten für wahrscheinlich.
Das technische Analyseteam des internationalen Finanzhauses HSBC warnt, die jüngsten Börsenbewegungen würden an jene des "Schwarzen Montags" 1987 erinnern. Dieser markierte den stärksten Markteinbruch an einem einzigen Tag in der Finanzgeschichte.

Am 19. Oktober 1987 verlor der Aktienindex Dow Jones Industrial Average, der die 30 größten US-Aktiengesellschaften listet, die an der New Yorker Börse (NYSE) notiert sind, gleich 22,6 Prozent seines Marktwertes.

5 vor 12 für die Deutsche Bank? Die Krisenmeldungen für das traditionsreiche Institut häufen sich.

In einer Kunden-Mitteilung vom Mittwoch sagte Murray Gunn, der Leiter für technische Analysen bei HSBC, dass er angesichts eines bevorstehenden Ausverkaufs an den Märkten die Alarmglocken läuten müsse. In den vergangenen Wochen habe es verstörende Preisentwicklungen gegeben.

Mit Blick auf den aggressiven Ausverkauf an der US-Börse am 11. Oktober rufen wir nun die ALARMSTUFE ROT aus. Die Möglichkeit eines schweren Börsenrückgangs ist nun sehr hoch", schrieb Gunn.

Auch andere Finanzunternehmen gaben sogenannte rote Warnmeldungen aus. Die Citigroup warnte ihre Kunden, Investoren würden sich nicht angemessen vor dem Risiko absichern, das mit den US-Präsidentschaftswahlen einhergeht. Citi-Geschäftsführer Thomas Fitzpatrick wies ähnlich wie HSBC auf Marktparallelen zum Mega-Aktiencrash 1987 hin.

Die Volatilität habe seit dem Ende des Sommers weiter zugenommen und ein Ausverkauf wäre in vielen Bereichen der Märkte zu beobachten, erklärte der HSBC-Analyst.

Im vergangenen Monat hatte Gunn die globale Aktienentwicklung bereits der "Alarmstufe Orange" zugeordnet. Nachdem der Dow Jones am Dienstag weitere 200 Punkte abgegeben hatte, hob Gunn die Alarmstufe auf Rot an. Seiner Meinung nach ist der letzte Tropfen gefallen, der das Fass auf den Finanzmärkten zum Überlaufen bringen könnte. Dem HSBC-Team sollten der Dow Jons Industrial Average die Punktemarke 17.992 Punktemarke und der S&P-500 den Stand von 2.116 Punkten nicht mehr unterschreiten.

Solange diese Werte intakt bleiben, haben die Bullen noch eine leichte Hoffnung. Sollten diese Ebenen brechen und darunter abschließen, was wahrscheinlich scheint, wäre das ein deutliches Zeichen, dass die Bären übernommen haben", sagte Gunn.

"Die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Fall an den Börsen zu erleben, ist jetzt sehr hoch", fügte er hinzu.

Die Aktienindizes an der New Yorker Börse schlossen am Mittwoch allerdings wieder etwas höher ab. Der Dow Jones stieg um 15,54 Punkte oder 0,09 Prozent auf 18.144,2 Punkte. Der S&P-500 gewann 2,45 Punkte oder 0,11 Prozent und kam auf 2.139,18 Punkte.

Das HSBC-Team benutzt für seine technische Analyse das Instrument der Elliott-Wellen. Dieses analysiert alternierende Muster an der Börse, um das Investorenverhalten analysieren und möglichst auch bevorstehende Entwicklungen erkennen zu können.