G20-Gipfel: Einigung zwischen Russland und Saudi-Arabien führt zu Anstieg des Ölpreises

Shaybah Ölfeld in der Rub' al-Khali Wüste in  Saudi Arabien.
Shaybah Ölfeld in der Rub' al-Khali Wüste in Saudi Arabien.
Am Rande des G20-Gipfels gaben Moskau und Riad eine gemeinsame Erklärung ab. Sie wollen als Reaktion auf die anhaltend niedrigen Ölpreise nun eine gemeinsame Arbeitsgruppe bilden. Diese Bekanntmachung führte zu einem sofortigen Anstieg des globalen Rohölpreises.

Wie Reuters berichtet, hat der saudi-arabische Ölminister Khalid al-Falih am Montag auf einer Pressekonferenz in der chinesischen Stadt Hangzhou eine bedeutsame Erklärung abgegeben. Demnach haben sich Saudi-Arabien und Russland auf ein gemeinsames Vorgehen mit Blick auf die Rohstoffpreise geeinigt. 

Der russische Minister für Energie, Alexander Nowak, bestätigte, dass die Kooperation darauf abzielt, die Ölmärkte zu stabilisieren. Dies beinhalte aber auch die Möglichkeit einer Produktionsbegrenzung. 

Russland und Saudi-Arabien sind die größten Ölproduzenten und die Länder mit dem stärksten Einfluss auf die Branche. Unsere Koordinierung wird  entscheidend für die Gewährleistung der Stabilität auf dem Markt sein", so Nowak.

Die Stabilisierung des Ölpreises ist ohne die Zusammenarbeit beider Länder unmöglich, so Nowak.

Laut Reuters wird Russland wahrscheinlich auch eine Delegation zur nächsten Sitzung des Ölkartells OPEC entsenden. Diese soll im November in Wien stattfinden. Russland ist im Unterschied zu Saudi-Arabien kein OPEC-Mitglied. Nowak zufolge wäre dies ein historischer Moment in den Beziehungen zwischen dieser bedeutenden Vereinigung von Erdölexporteuren und einem Nicht-Mitglied.

Laut Medienberichten will die OPEC schon in diesem Monat auch informelle Gespräche mit Algerien abhalten. 

Nach der Bekanntgabe der Kooperation stiegen die Ölpreise an den weltweiten Rohstoffmärkten deutlich an. So legte Brent um mehr als fünf Prozent auf gut 49 US-Dollar je Barrel zu.