Neue Tourismusdaten 2016: Ausländer reisen dreimal öfter auf die Krim

Neue Tourismusdaten 2016: Ausländer reisen dreimal öfter auf die Krim
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Nachfrage der Ausländer nach Touren auf die Krim im Zeitraum zwischen Januar und August 2016 verdreifacht. Kur- und Erholungsmöglichkeiten sowie kulturgeschichtliche Denkmäler locken am meisten.

Dem Minister der Kurorte und des Tourismus der Region, Sergej Strelbyzkyj, zufolge bestätigen das verschiedene Marktakteure.

„Wenn es im Jahr 2015 noch sehr wenige waren, so reisen heute ausländische Touristen sehr aktiv. Es kann auch eine geringe Zahl sein, aber die eigentliche Tatsache, dass sie sich auf dem Territorium der Krim aufhalten, bedeutet sehr viel und zeugt vom gewachsenen Interesse“, so der Minister.

Naturparadies Krim. Foto: Gert Ewen-Ungar

Die meisten Urlauber kämen aus Großbritannien, Italien, dem Iran, Jordanien, Deutschland, Frankreich und China, fügte Strelbyzkyj hinzu. Die Letzteren seien die aktivsten Touristen, die sich für militär-patriotische Einrichtung und die sowjetische Vergangenheit interessieren.

„Vor allem gehört dazu der Liwadija-Palast bei Jalta, wo 1945 Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Josef Stalin auf einer Konferenz über das Nachkriegseuropa verhandelten. Ein weiterer beliebter Anziehungspunkt ist die Stadt Sewastopol und seine Denkmäler“, erklärt Strelbyzkyj.

Innerhalb von sieben Monaten seien 550.000 Ukrainer auf die Krim gereist, berichtete Anfang August der stellvertretende Ministerpräsident der autonomen Republik, Ruslan Balbek. Dies seien fast 100.000 mehr als im Laufe des ganzen vorigen Jahres.

Insgesamt haben mehr als drei Millionen Menschen im genannten Zeitraum die Halbinsel besucht. Die Behörden vor Ort rechnen damit, dass diese Zahl bis Ende des Jahres auf etwa sechs Millionen steigt. Reiseveranstalter plädieren dafür, dass alle Kontakte zwischen Ausländern und der einheimischen Bevölkerung zu einem besseren Verständnis der Situation auf der Krim und der späteren Aufhebung der Sanktionen beitragen sollten.