Moskau: Durchsuchung bei schwedischer Möbelkette Ikea wegen Korruptionsverdacht

Polizei und das Mitarbeiter der Untersuchungskommission durchsuchen die Büros von Ikea im Chimki Business Park an der Stadtgrenze zu Moskau.
Polizei und das Mitarbeiter der Untersuchungskommission durchsuchen die Büros von Ikea im Chimki Business Park an der Stadtgrenze zu Moskau.
Mitarbeiter der russischen Untersuchungskommission und der Polizei haben Büros der Möbelkette Ikea in Chimki, an der nordwestlichen Stadtgrenze Moskaus, durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht auf illegalen Erwerb von 16 Hektar im "Chimki Business Park". Es wäre nicht der erste Fall von Korruptionsvorwürfen gegen das schwedische Möbelhaus.

Am frühen Morgen wurden die Büros einer Moskauer Ikea-Filiale von der Polizei und Mitarbeitern der russischen Untersuchungskommission durchsucht. Die Beamten beschlagnahmten zahlreiche Unterlagen. Ikea ließ verlauten, dass den Beamten alle notwendigen Dokumente freiwillig ausgehändigt wurden. Die Durchsuchung hängt mit dem laufenden Prozess, um 16 Hektar Land in Chimki zusammen.

Festnahme des Gouverneurs von Kirow, Nikita Belych.

Es geht dabei um den "Chimki Business Park" an der nordwestlichen Stadtgrenze Moskaus. Die Ermittler untersuchen, ob Ikea seine 16 Hektar Land zur Errichtung des Gebäudes unrechtmäßig erhalten hat. 

Die ersten Untersuchungen behangen im Sommer 2014. Der Fall musste im Januar 2015 aus Mangel an Beweisen eingestellt werden.

Kürzlich eröffneten die russische Polizei und die russische Untersuchungskommission das Strafverfahren erneut. Vermutet wird, dass "eine unbekannte Person" aus dem näheren Umkreis der schwedischen Möbelkette in Russland die besagten 16 Hektar Land durch gefälschte Dokumente erworben hat.  

Schon im Jahr 2010 verloren zwei Ikea Topmanager ihren Posten wegen Korruption in Russland. Es handelte sich dabei um den für Zentral- und Osteuropa zuständigen Direktor Pär Kaufman und Stefan Gros, Direktor für Immobilien in Russland. 

In einer Erklärung hieß es damals, die Ikea-Gruppe habe bei ihren Vertretern "Fälle von Toleranz gegenüber Korruptionshandlungen eines Auftragnehmers ermittelt".