Chinas HighTech-Unternehmen LeEco will Trinkwasser aus russischem Baikalsee kaufen

Chinas HighTech-Unternehmen LeEco will Trinkwasser aus russischem Baikalsee kaufen
Das chinesische Unternehmen LeEco will Trinkwasser aus dem Baikalsee nach China exportieren. Die russische Abteilung des High-Tech-Riesen plane auch, in Lieferung von Bioprodukten aus Russland zu investieren. Die Leitung von LeEco steht bereits in Verhandlungen mit dem Gouverneur des Gebiets Irkutsk.

„LeREE.ru plant, Bioprodukte aus Russland nach China zu liefern“, so Wiktor Sjui, Präsident von LeREE für Russland und Osteuropa.

Die Leitung von LeEco traf sich bereits mit dem Gouverneur des Gebiets Irkutsk in Süd-Ost-Sibirien, Sergei Lewtschenko. Dabei erklärten sich LeEco-Vertreter bereit, eine Reihe von Vorschlägen zur Zusammenarbeit vorzubereiten. Die chinesische Seite erklärte, konkrete Vorschläge zum 30. August 2016 unterbreiten zu wollen.

Um die Trinkwasserausfuhr zu ermöglichen, muss man eine neue Anlage am Baikalsee einrichten. Momentan gibt es da keinen großen Trinkwasserhersteller und kleinere regionale Werke entsprechen nicht den internationalen Standards.

Nach Expertenschätzungen seien etwa 14,5 Millionen Euro notwendig, um eine hochleistungsfähige Anlage aufzubauen. Jia Yueting, Gründer von LeEco, kündigte beim St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum an, dass er in den russischen Markt von 500 Millionen bis einer Milliarde US-Dollar investieren möchte.

Wie der Geschäftsführer der Kompanija Tschistaja Woda GmbH (Brand „Noringa“), Juri Menuchow, berichtet, sei der chinesische Markt vorteilhaft für Wasserexporte wegen der riesengroßen Bevölkerungszahl, Mangel an Naturresourcen und schlechten Umweltbedingungen.

Experte berichten, dass der Verbrauch an abgefülltem Wasser heutzutage doppelt so groß sei wie vor zehn Jahren und dass dieser weiter steigen wird.

Im Jahr 2015 machte das Volumen des russischen Wassermarkts 5,6 Milliarden Liter aus – 6 Prozent weniger als im Jahr 2014. Das russische Volumen an Mineral- und Trinkwasserverkäufen waren über 100.000 Tonnen im Jahr 2015 doppelt so hoch wie im Jahr 2014. Vor allem wird das Wasser an die GUS-Staaten geliefert.

Zur chinesischen Holding der Firma gehören das größte Kino des Landes Le.com, eine Anlage zur Herstellung von in China beliebten Smart-Geräten wie der Fernseher Super, das Smartphone Le Superphone sowie auch das Online-Geschäft LeMall. Bisher beschäftigte sich das Unternehmen mit Elektronik, doch jetzt plant es auch, Trinkwasser zu verkaufen.