Global Wealth 2016: Reichstes 1 Prozent besitzt 47 Prozent aller weltweiten Vermögenswerte

Global Wealth 2016: Reichstes 1 Prozent besitzt 47 Prozent aller weltweiten Vermögenswerte
Ein weiterer Bericht bestätigt den globalen Trend, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Die Boston Consulting Group gab an, dass sich nur ein Prozent der Weltbevölkerung als Millionäre oder mehr bezeichnen können. Ihr Anteil an der Summe aller weltweiten Vermögenswerte wächst jedoch kontinuierlich.

Rund 18,5 Millionen Haushalte auf der Erde kommen auf Vermögenswerte von insgesamt einer Million US-Dollar oder mehr. Hochgerechnet kommen sie zusammen auf insgesamt 78,8 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Dieser Wert entspricht in etwa dem jährlichen Output der Weltwirtschaft, wie aus einem Bericht von Global Wealth für 2016 hervorgeht.

Ausgabe des Obdachlosensmagazins Straßenfeger

Die 78,8 Billionen US-Dollar entsprechen außerdem 47 Prozent des gesamten weltweiten Vermögens, darunter fallen Finanzanlagen wie Anleihen, Aktien, Bargeld und Einlagen ohne Eigentumswerte. Der globale Wohlstand wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 168 Billionen US-Dollar.

Im Jahr 2013 wurde der Anteil des reichsten einen Prozents auf 45 Prozent geschätzt. Der weitere Anstieg des Anteils schürt unter Kritikern Bedenken über die wachsende soziale Ungleichheit auf der Welt.

Die größte Zahl an Millionären wurde in den USA mit rund acht Millionen Menschen gezählt. Danach folgen China mit rund zwei Millionen und Japan mit einer Million. Die reichsten Staaten der Erde pro Kopf sind die Schweiz und Liechtenstein aufgrund ihres günstigen Steuersystems.

Anders als angesichts der jüngsten Skandale angenommen, hat der Bericht der Boston Consulting Group ergeben, dass Steueroasen seit 2015 immer beliebter werden. Allein im Jahr 2015 wuchs die Nachfrage um drei Prozent auf zehn Milliarden US-Dollar, die dort geparkt wurden. Allerdings sollen sich Industrieländer weniger begeistert über den Trend gezeigt haben. Die Studie schrieb, das Offshore-Vermögen im Besitz von Investoren in Nordamerika, Westeuropa und Japan sei 2015 um drei Prozent zurückgegangen.