Ukraine: Russische VTB-Bank will sich nach rechtsextremen Terrorattacken zurückziehen

Ukraine: Russische VTB-Bank will sich nach rechtsextremen Terrorattacken zurückziehen
Die russische Bank VTB hat am Dienstag unter dem Eindruck der Krim-Krise und dort grassierendem, vor allem von rechtsradikalen Gruppen organisiertem Vandalismus ihr Vorhaben erklärt, ihre Filialen in der Ukraine zu verkaufen.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der VTB, Andrei Kostin teilte bei einer Rede in London mit, dass seine Finanzgruppe gegenwärtig vor großen Verlusten in der Ukraine stehe. „Wir würden das Geschäft lieber verkaufen als es weiterentwickeln“, sagte Kostin. Der Pressedienst von VTB gab an, dass das Unternehmen in hohem Maße Reserven anzapfen musste, als ein großes Volumen an Krediten in der Ukraine nicht mehr bedient wurde.

„Außerdem ist die Frage der Präsenz von russischen Banken in der Ukraine extrem politisiert. Radikale politische Zirkel in der Ukraine gehen regelmäßig in ihrem Sinne gegen sie vor. VTB-Filialen in der Ukraine wurden wiederholt von Hooligans angegriffen. All das schafft eine unangenehme Umgebung für die Fortführung von Operationen der VTB-Gruppe in der Ukraine. Wir sind bereit, unser Geschäft in diesem Land zu verkaufen, wenn interessante Angebote auftauchen“, gab VTB in einer offiziellen Stellungnahme bekannt.