Russland fordert die Aufnahme der Schulden der Ukraine an Russland in IWF-Hilfsprogramm

Russland fordert die Aufnahme der Schulden der Ukraine an Russland in IWF-Hilfsprogramm
Russland wird darauf bestehen, dass die Tilgungsbedingungen der Schulden der Ukraine an Russland in das IWF-Hilfsprogramm für Kiew aufgenommen werden, so der russische Finanzminister Anton Siluanow.

„Obwohl wir als Kreditgeber die Bedingungen für die Restrukturierung der drei Millionen US-Dollar Schulden der Ukraine selbst vorgeschlagen hatten, hat sie darauf nicht reagiert. Von der Ukraine haben wir keine akzeptablen Vorschläge erhalten“, fügte Siluanow laut RIA Nowosti hinzu.

Im Dezember 2013 kaufte Russland ukrainische Staatsanleihen im Wert von drei Milliarden US-Dollar. Zwei Jahre später weigerte sich die neue Regierung den Schuldendienst zu leisten, indem sie ein Moratorium auf diese Schulden einsetzte und ihre Zahlungsunfähigkeit dazu erklärte. Im Februar 2016 reichte Russland eine Klage gegen die Ukraine vor dem Obersten Gericht in London ein. Moskau hatte Kiew zuvor mehrfach dazu aufgefordert, die Schulden von drei Milliarden US-Dollar zuzüglich 75 Millionen US-Dollar an Zinsen abzubezahlen.

Im Januar hatte die Russische Förderation eine Klage gegen die Ukraine eingereicht. Der Fall soll vor einem Gericht in Großbritannien verhandelt werden. Russland hatte den Kredit im Jahr 2013 der damaligen Regierung des Präsidenten Wiktor Janukowytsch gewährt.

Die aktuelle ukrainische Regierung behauptete daraufhin, diese Kredit sei eine Gefälligkeit für Janukowytsch und verlangte einen Abschlag von 20 Prozent. Die Russische Föderation bot Kiew eine Streckung bei der Rückzahlung an.