Erneut Unglück im Golf von Mexiko: 330.000 Liter Öl ins Meer geflossen

Erneut Unglück im Golf von Mexiko: 330.000 Liter Öl ins Meer geflossen
Rund 330.000 Liter Öl sind im der vergangenen Woche aus einer Leitung des Shell-Konzerns in den Golf von Mexiko geflossen. Das Leck wurde inzwischen gesichert und die Aufräumarbeiten haben begonnen. Nach Angaben der US-Küstenwache befindet sich das Leck 144 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana.

Ein Hubschrauber hat am vergangenen Donnerstag einen Ölfilm in der Nähe der Brutus-Plattform des Shell-Konzerns entdeckt. Bis zu 330.000 Liter Rohöl sind aus einem Leck ausgelaufen. Shell-Sprecherin Kimberly Windon teilte mit, dass es „keine Bohraktivitäten bei Brutus gibt und dies ist kein Bohrlochkontroll-Zwischenfall“ sei.

Wahrscheinlich sei Öl aus Leitungen unter Wasser ausgetreten. Genaueres ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen jedoch wurden schon aufgenommen.

Ein Dorfbewohner zeigt einen Eimer voll mit Rohöl verschmutzem Wasser aus dem Niger-Delta, verursacht durch ein jahrelanges Leck in einer  Shell-Pipeline, Oktober 2015.

Schon bei einer Explosion der Ölbohrinsel «Deepwater Horizon» von BP im Jahr 2014 sind geschätzte 800 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko geflossen. Es handelte sich um die schwerste Umweltkatastrophe dieser Art. Ein Moratorium für Tiefseebohrungen hatte die US-Regierung nach sechs Monaten wieder aufgehoben. Der Konzern BP zahlte insgesamt 18,7 Milliarden Dollar an Strafen und Wiedergutmachungen.