Mehr als 2.200 Russen namentlich in „Panama Papers“ erwähnt

Mehr als 2.200 Russen namentlich in „Panama Papers“ erwähnt
Das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) hat die Datenbank der panamaischen Anwaltskanzlei „Mossack Fonseca“ mit Rohdaten inklusiver aller dort genannten Namen zu angeblichen Offshore-Firmenbesitzern veröffentlicht.

Auf der Web-Seite offshoreleaks.icij.org wurde eine Datenbank veröffentlicht, die die Suche unter mutmaßlichen Offshore-Firmenbesitzern nach geographischer Lage ermöglicht. Laut bisherhigen Informationen stammten 2.229 Personen von Mitarbeitern und Kunden des panamaischen Rechtsdienstleistungsunternehmens, das in Offshore-Delikte verwickelt sein soll,  aus Russland. Außerdem seien russische Staatsbürger mit 7.319 Offshore-Firmen verbunden, sowie 2.188 angegebene Adressen befänden sich ebenfalls in der Russischen Föderation. Darüber hinaus besäßen mehr als 4.500 US-Bürger und 920 Staatsangehörige Großbritanniens Offshore-Unternehmen.

Anfang April veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung die angeblichen Dokumente der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Laut der Zeitung bezeugten diese Angaben die Beteiligung zahlreicher Spitzenpolitiker und ihres nahen Umfeldes an Offshore-Delikten. Die  Echtheit der „Panama Papers“ ist bislang offiziell nicht bestätigt worden. „Mossack Fonseca“ selbst weigert sich ihre Echtheit zu bestätigen und bezeichnet die Handlungen der Journalisten als Straftat. Nach der Veröffentlichung der Dokumente nahm die panamaische Staatsanwaltschaft im Hauptquartier der Anwaltskanzlei Durchsuchungen vor. Dabei wurden Säcke mit geschredderten Dokumenten gefunden. Das US-Finanzministerium leitete eine eigene Ermittlung ein.

Trends: # Panama Papers